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Vorschrift
Normgeber:Kultusministerium
Aktenzeichen:404-80006/5/1-1/01
Erlassdatum:13.06.2001
Fassung vom:22.06.2011
Gültig ab:01.08.2011
Gültig bis:unbefristet gültig
Quelle:Wappen Niedersachsen
Gliederungs-Nr:keine Angaben verfügbar
Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz - Anlage 5: Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung

Zum Hauptdokument : Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz



Anlage 3



Rahmenvereinbarung über die Zertifizierung von
Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung



(Beschluss der Kultusministerkonferenz
vom 20. 11. 1998 i. d. F. vom 27. 6. 2008)



1.


Berufliche Schulen können auf freiwilliger Basis — unabhängig von einer Benotung im Zeugnis — eine Prüfung anbieten, in der sich Schülerinnen und Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse zertifizieren lassen können.



2.


Die Prüfung wird jeweils in einer der vier Stufen I, II, III oder IV durchgeführt. Diese Stufen orientieren sich an den Gemeinsamen Referenzniveaus A2, B1, B2 und C1, die im „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen: Lernen, Lehren, Beurteilen“ des Europarates beschrieben werden. Kompetenzbeschreibungen der Stufen I, II, III und IV sind in der Anlage 1 ausgewiesen. Je Stufe soll die Prüfung differenziert nach den Erfordernissen der verschiedenen Bereiche, wie zum Beispiel



 kaufmännisch-verwaltende Berufe


gewerblich-technische Berufe


gastgewerbliche Berufe


sozialpflegerische, sozialpädagogische und Gesundheitsberufe durchgeführt werden. Innerhalb der jeweiligen Bereiche können weitere berufsbezogene Konkretisierungen vorgenommen werden.


3.


Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Es werden die folgenden Kompetenzbereiche zugrunde gelegt:



Rezeption (Fähigkeit, gesprochene und geschriebene fremdsprachliche Mitteilungen zu verstehen)


Produktion (Fähigkeit, sich schriftlich in der Fremdsprache zu äußern)


Mediation (Fähigkeit, durch Übersetzung oder Umschreibung schriftlich zwischen Kommunikationspartnern zu vermitteln)


Interaktion (Fähigkeit, Gespräche zu führen).


4.


Die Länder treffen geeignete Maßnahmen (zum Beispiel Vergleichsarbeiten oder überregionale Prüfungen), um eine Gewährleistung der Prüfungsstandards sicherzustellen. Die Prüfungen werden an beruflichen Schulen durchgeführt und unter Beachtung der Anforderungen der jeweiligen Stufe auf der Basis des folgenden Punkte-Schlüssels bewertet:



schriftliche Prüfung 100 Punkte


mündliche Prüfung 30 Punkte.


Im Rahmen der schriftlichen Prüfung sollen die schriftlichen Aufgabenanteile für die drei Kompetenzbereiche wie folgt gewichtet werden:



Rezeption 40 %


Produktion 30 %


Mediation 30 %.


Eine Abweichung von jeweils bis zu 10 Prozent-Punkten ist möglich.



In der mündlichen Prüfung wird der Kompetenzbereich Interaktion geprüft. Die in den Teilen der schriftlichen und in der mündlichen Prüfung jeweils erreichbare Punktzahl ist im Zertifikat anzugeben. Die schriftliche und die mündliche Prüfung sind bestanden, wenn jeweils mindestens die Hälfte der ausgewiesenen Punktzahl erreicht wird, ein Ausgleich ist nicht möglich.



Für die schriftliche Prüfung in den einzelnen Stufen gelten die folgenden Zeiten:



Stufe I

60 Minuten

Stufe II

90 Minuten

Stufe III

120 Minuten

Stufe IV

150 Minuten.



Die mündliche Prüfung soll als Gruppenprüfung durchgeführt werden. Für die mündliche Prüfung gelten die folgenden Zeitrichtwerte:



Stufe I

15 Minuten pro Gruppenprüfung

Stufe II

20 Minuten pro Gruppenprüfung

Stufe III

25 Minuten pro Gruppenprüfung

Stufe IV

30 Minuten pro Gruppenprüfung.



Die Zeitrichtwerte beziehen sich auf eine Prüfung mit zwei Prüflingen. Bei mehr als zwei Prüflingen kann der Zeitrichtwert entsprechend angepasst werden. Für die mündliche Prüfung kann eine angemessene Zeit zur Vorbereitung gegeben werden.



5.


Wer die Prüfung bestanden hat, erhält ein Zertifikat nach beiliegendem Muster (Anlage 2). Das Zertifikat weist die Sprache und den Bereich, in dem geprüft wird, aus. Die Ergebnisse des schriftlichen und des mündlichen Prüfungsteils werden durch die Zuordnung der jeweiligen Sprachaktivitäten ausgewiesen und durch die Kompetenzbeschreibungen der geprüften Stufe verdeutlicht. Es ist den Ländern überlassen, auf Seite 3 des Zertifikats kontrastiv Kompetenzbeschreibungen weiterer Stufen auszuweisen. Die Beschreibung der Stufe und Kompetenzbereiche ist Bestandteil des Zertifikats.



 


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