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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Aktenzeichen:ML-104-60170/02/14, MU-28-04036/03/05
Erlassdatum:15.07.2015
Fassung vom:05.07.2018
Gültig ab:01.08.2018
Gültig bis:31.12.2023
Quelle:Wappen Niedersachsen
Gliederungs-Nr:keine Angaben verfügbar
 

Zum Hauptdokument : Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Niedersächsische und Bremer Agrarumweltmaßnahmen - NiB-AUM - (Richtlinie NiB-AUM)



Anlage 4



Anforderungen an das Saatgut
nach den Nummern 61.2 und 61.3 (BS2)



Die Saatgutmischung für mehrjährige Blühstreifen muss folgende Voraussetzungen erfüllen:



Die Wildpflanzen sind ausschließlich aus zertifiziertem und gebietsspezifischem Regiosaatgut zusammenzustellen.


Die Hersteller der Wildpflanzen müssen ein Zertifikat, das die regionale Herkunft und die Produktion des Wildpflanzensaatguts in der Region bescheinigt, durch eine der folgenden Stellen erhalten haben:


Verband Deutscher Wildsamen- und Wildpflanzenproduzenten e. V., Zertifikat: „VWW-Regiosaaten",


Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), Zertifikat „RegioZert".


Das Saatgut muss sich aus 70 % Wildpflanzen und 30 % Kulturpflanzen zusammensetzen.


Das Saatgut ist in einer Aussaatstärke von mindestens 7 kg je ha auszubringen.


Es ist eine Rückstellprobe von mindestens 50 g des verwendeten Saatgutes auf dem Betrieb vorzuhalten.


Liste der zu verwendenden Wildpflanzen:




Wissenschaftlicher
Name

Deutscher
Artname

Anteil
in %

  1

Achillea millefolium L. ssp. millefolium

Gewöhnliche Schafgarbe

2

  2

Anthriscus sylvestris L. ssp. sylvestris

Wiesen-Kerbel

2

  3

Daucus carota L. ssp. carota

Wilde Möhre

4

  4

Galium album ssp. album L.

Wiesen-Labkraut

4

  5

Heracleum sphondylium L. ssp. sphondylium           

Wiesen-Bärenklau

3

  6

Hypericum perforatum L.

Tüpfel-Johanniskraut

2

  7

Hypochaeris radicata L.

Gewöhnliches Ferkelkraut     

1

  8

Leucanthemum vulgare

Wiesen-Margerite

7

  9

Melilotus albus

Steinklee weiß

2,5

10

Melilotus officinalis

Steinklee gelb

2,5

11

Papaver dubium L. ssp.dubium

Saat-Mohn

5

12

Plantago lanceolata L.

Spitz-Wegerich

4

13

Prunella vulgaris L.

Kleine Braunelle

5

14

Rumex acetosa L.

Großer-Sauerampfer

4

15

Scrophularia nodosa L.

Knoten-Braunwurz

1,8

16

Silene latifolia ssp. alba MILL.

Weiße Lichtnelke

7

17

Trifolium dubium SIBTH.

Kleiner Klee

3

18

Silene dioica

Rote Lichtnelke

5

19

Lapsana communis ssp. communis L.

Gewöhnlicher Rainkohl

3

20

Linaria vulgaris MILL

Gewöhnliches Leinkraut

0,2

21   

Leontodon autumnalis ssp. autumnalis L.

Herbst-Löwenzahn

2



Gesamt

70









Liste der zu verwendenden Kulturpflanzen:






Wissenschaftlicher
Name

Deutscher
Artname

  Anteil  
in %

  1

Allium fistulosum

Winterzwiebel

1

  2

Borago officinalis

Borretsch

1

  3

Calendula officinalis

Ringelblume

3,5

  4

Coriandrum sativum

Koriander

1,5

  5

Fagopyrum esculentum

Buchweizen

4

  6

Helianthus annuus

Sonnenblume

6

  7

Linum usitatissimum

Saat-Lein

4

  8

Medicago sativa

Luzerne

2

  9

Phacelia tanacetifolia

Bienenweide

2,5

10

Sinapis alba

Weißer Senf

2

11

Trifolium incarnatum

Incarnatklee

1

12   

Vicia sativa

Futterwicke

1,5



Gesamt

30



Falls die vorgeschriebene Mischung nicht in der vorgeschriebenen Zusammensetzung verfügbar ist, kann die folgende Ausnahmeregelung angewendet werden:



a)
Es können maximal vier der Wildpflanzenarten durch die zertifizierten gebietseigenen Wildpflanzenarten der folgenden Liste ersetzt werden:


Leucanthemum ircutianum (Margerite)


Lotus pedunculatus (= uliginosus) Sumpf-Hornklee


Ranunculus acris (Scharfer Hahnenfuß)


Verbascum thapsus (Kleinblütige Königskerze) oder Verbascum nigrum (Schwarze Königskerze)


Malva neglecta (Weg-Malve)


Barbarea vulgaris (Barbarakraut)


Vicia cracca (Vogelwicke) maximal 1% in der Mischung


Eupatorium cannabinum (Wasserdost).


b)
Der Prozentanteil ist durch den Hersteller der Saatgutmischung anzupassen.


c)
Der Prozentanteil der vorgeschriebenen Pflanzenarten kann um maximal 1 % nach oben oder unten geändert werden.


d)
Das Verhältnis von 70 % Wildpflanzen zu 30 % Kulturpflanzen in der Saatgutmischung muss eingehalten werden.


e)
Bei den Kulturpflanzen kann maximal eine Kulturpflanzenart durch Anethum graveolens (Dill) ersetzt werden.


f)
Die Aufstellung der Pflanzenarten mit Prozent-Anteilen anhand des Etiketts sowie die Rechnung der Saatgutmischung und eine Rückstellprobe von 50 g des verwendeten Saatgutes sind auf dem Betrieb vorzuhalten.


 


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