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Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Aktenzeichen:2018-204.1-42500-184/173
Erlassdatum:23.10.2018
Fassung vom:23.10.2018
Gültig ab:23.10.2018
Gültig bis:31.12.2023
Quelle:Wappen Niedersachsen
Gliederungs-Nr:keine Angaben verfügbar
 

Zum Hauptdokument : Tierschutz; Tierschutzleitlinie für die Mastrinderhaltung



Anhang 3
zu Nummer 7.1 — Laufstallhaltung



Beispielskizzen
für die Gestaltung von Buchten



Die Haltungsbedingungen müssen so beschaffen sein, dass jedem Tier Zugang zu einer ausreichenden Menge Futter gewährt wird. Dieses kann dadurch gewährleistet werden, dass jedem Tier ein Fressplatz zur Verfügung steht (bei rationierter Fütterung muss ein Tier-Fressplatz-Verhältnis von 1 : 1 eingehalten werden). Davon abweichend ist auch ein weiteres Tier-Fressplatz-Verhältnis möglich. Voraussetzung hierfür ist der Einsatz einer Futtermischung oder entsprechender Technik, sodass eine gleichmäßige, ausgewogene Versorgung der Tiere sichergestellt ist. Nachschieben bzw. erneute Futtervorlage müssen dabei so regelmäßig erfolgen, dass Grundfutter ständig vorliegt. Unter diesen Bedingungen kann das Tier-Fressplatz-Verhältnis auf bis zu 2 : 1 erweitert werden. Dies gilt insbesondere für Buchten ab einer Tiefe von 5,00 m, die eine Strukturierung in Fress- und Liegebereich aufweisen. Darüber hinaus sind ggf. Einzelfallentscheidungen zu treffen.



Die beigefügten Skizzen stellen exemplarisch dar, wie eine Bucht strukturiert sein könnte. Die genaue Gestaltung der Buchten ist einzelbetrieblich zu optimieren. Dabei haben die Aufteilung in verschiedene Mastphasen sowie die Gruppengröße und insbesondere in Altbauten auch die stallbaulichen Rahmenbedingungen Einfluss auf die Buchtengestaltung.



Die Beispiele basieren auf einer Gruppengröße von zwölf Tieren. Bei dieser Gruppengröße sind alle dargestellten Varianten denkbar und praktikabel umsetzbar. Werden die Gruppen größer, so ist eher auf eine Tiefbucht und damit auf ein weites Tier-Fressplatz-Verhältnis zu setzen. Werden die Gruppengrößen deutlich kleiner (z. B. weniger als fünf Tiere) so ist ein engeres Tier-Fressplatz-Verhältnis von ca. 1 : 1 zu bevorzugen. Je nach Zuschnitt der Gebäude kann die optimale Lösung für den Betrieb auch zwischen den dargestellten Lösungen liegen.



Insbesondere im Tretmistverfahren haben sich in der Vergangenheit auch Stallungen mit einem Tier-Fressplatz-Verhältnis von größer 2 : 1 bewährt.



Der große Vorteil der Tiefbucht ist eine bessere Strukturierung der Bucht, sodass der Liegebereich zu einer echten Ruhezone wird. Dies zeigt sich in der Praxis in einer großen Ruhe bei den Tieren.



Beispiele:



Grafik: Beispiel zu Tiere/Bucht: Maßstab 1:100: Vormast: Tier-Fressplatz-Verhältnis



Grafik: Beispiel zu Tiere/Bucht: Maßstab 1:100: Mittelmast: Tier-Fressplatz-Verhältnis



Grafik: Beispiel zu Tiere/Bucht: Maßstab 1:100: Endmast: Tier-Fressplatz-Verhältnis

 


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