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Aktuelle Gesamtausgabe
Änderungshistorie
Amtliche Abkürzung:ZustVO-SOG
Ausfertigungsdatum:18.10.1994
Gültig ab:01.11.1994
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Niedersachsen
Fundstelle:Nds. GVBl. 1994, 457
Gliederungs-Nr:210111006
Verordnung über Zuständigkeiten auf
verschiedenen Gebieten der Gefahrenabwehr
(ZustVO-SOG)
Vom 18. Oktober 1994
Zum 03.09.2010 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 5 geändert, §§ 6 und 6 f aufgehoben durch § 21 Abs. 5 der Verordnung vom 03.08.2009 (Nds. GVBl. S. 316)

Auf Grund des § 101 Abs. 3 bis 5 des Niedersächsischen Gefahrenabwehrgesetzes (NGefAG) in der Fassung vom 13. April 1994 (Nds. GVBl. S. 172) wird im Einvernehmen mit dem Sozialministerium, dem Kultusministerium, dem Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr und dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verordnet:

§ 1

- aufgehoben -

§ 2

Die Landkreise und kreisfreien Städte sind zuständig für

1.

die Ausstellung amtstierärztlicher Bescheinigungen, die durch Rechtsvorschrift vorgeschrieben sind, für Zwecke des Handelsverkehrs oder eines sonstigen Transports, mit Ausnahme von Bescheinigungen, die nach dem Tierseuchengesetz in der Fassung vom 22. Juni 2004 (BGBl. I S. 1260, 3588), zuletzt geändert durch Artikel 1 §§ 4 und 5 Abs. 3 des Gesetzes vom 13. Dezember 2007 (BGBl. I S. 2930), oder nach Verordnungen ausgestellt werden, die aufgrund des Tierseuchengesetzes erlassen wurden,

2.

die Aufgaben nach

a)

dem Fleischhygienegesetz in der Fassung vom 30. Juni 2003 (BGBl. I S. 1242, 1585), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 4. November 2004 (BGBl. I S. 2688), und

b)

der Fleischhygiene-Verordnung in der Fassung vom 29. Juni 2001 (BGBl. I S. 1366), zuletzt geändert durch Artikel 16 der Verordnung vom 8. August 2007 (BGBl. I S. 1816),

soweit es nicht um die Schlachttier- und Fleischuntersuchung oder die Untersuchung auf Trichinen in öffentlichen Schlachthöfen geht,

3.

die Aufgaben nach der BSE-Untersuchungsverordnung in der Fassung vom 18. September 2002 (BGBl. I S. 3730; 2004 I S. 1405), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 20. Juni 2006 (BGBl. I S. 1333),

4.

die Aufgaben nach dem Geflügelfleischhygienegesetz vom 17. Juli 1996 (BGBl. I S. 991), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 13. Mai 2004 (BGBl. I S. 934),

5.

die Überwachung des Verkehrs mit Lebensmitteln, Zusatzstoffen, mit Lebensmitteln verwechselbaren Erzeugnissen, kosmetischen Mitteln und sonstigen Bedarfsgegenständen nach

a)

dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch in der Fassung vom 26. April 2006 (BGBl. I S. 945), zuletzt geändert durch Artikel 12 des Gesetzes vom 26. Februar 2008 (BGBl. I S. 215), und

b)

den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen,

soweit nicht nach § 6 d Nrn. 9, 9 a, 16 bis 18, 20 bis 23, 26 und 29 das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zuständig ist,

5a.

die Zulassung von Ausnahmen nach § 68 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Nrn. 2 und 4 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs,

6.

die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften des Milch- und Margarinegesetzes vom 25. Juli 1990 (BGBl. I S. 1471), zuletzt geändert durch Artikel 199 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407), und der Vorschriften der aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen,

7.

die Überwachung des Verkehrs mit Wein nach der Wein-Überwachungsverordnung in der Fassung vom 14. Mai 2002 (BGBl. I S. 1624), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 27. September 2007 (BGBl. I S. 2308), die Zulassung von Ausnahmen nach § 2 der Wein-Überwachungs-Verordnung sowie die Erteilung von Genehmigungen nach den §§ 12 und 13 der Wein-Überwachungsverordnung,

8.

die Probennahmen zur Ermittlung der Radioaktivität in Lebensmitteln einschließlich Wasser für Lebensmittelbetriebe, in kosmetischen Mitteln und in sonstigen Bedarfsgegenständen nach § 3 Abs. 1 des Strahlenschutzvorsorgegesetz vom 19. Dezember 1986 (BGBl. I S. 2610), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 8. April 2008 (BGBl. I S. 686),

9.

die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften des Vorläufigen Biergesetzes in der Fassung vom 29. Juli 1993 (BGBl. I S. 1399), zuletzt geändert durch Artikel 109 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785), und der Vorschriften der aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen, soweit nicht nach § 6 d Nr. 24 das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zuständig ist, sowie die Erteilung von Erlaubnissen nach § 11 Abs. 2 des Vorläufigen Biergesetzes,

10.

(aufgehoben)

11.

die Aufgaben nach § 4 des EG-Gentechnik-Durchführungsgesetzes vom 22. Juni 2004 (BGBl. I S. 1244), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 1. April 2008 (BGBl. I S. 499), in Bezug auf Lebensmittel,

12.

die Überwachung nach § 64 des Arzneimittelgesetzes (AMG) in der Fassung vom 11. Dezember 1998 (BGBl. I S. 3586), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 30. Juli 2004 (BGBl. I S. 2031), von

a)

Betrieben des Einzelhandels einschließlich des Versandhandels, mit Ausnahme von Apotheken,

b)

Betrieben des Großhandels, soweit diese ausschließlich Großhandel treiben mit den in § 51 Abs. 1 Halbsatz 2 AMG genannten, für den Verkehr außerhalb der Apotheken freigegebenen Arzneimitteln oder mit Gasen für medizinische Zwecke, und

c)

Personen, die Arzneimittel berufs- oder gewerbsmäßig bei Tieren anwenden, ohne Tierärztin oder Tierarzt zu sein,

13.

die Aufgaben des Gesundheitsamtes und der zuständigen Behörden nach dem Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), zuletzt geändert durch Artikel 12 des Gesetzes vom 24. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2954), und nach den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen, soweit nicht nach § 6 c Nr. 2 das Landesgesundheitsamt zuständig ist; in Landkreisen bleibt es Aufgabe der Gemeinden, zur Verhinderung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten dem Gesundheitsamt auf dessen Anforderung im Rahmen der Möglichkeiten ihrer Einrichtungen auch über die Grenzen der Amtshilfe hinaus gegen Erstattung besonderer Kosten für Maßnahmen im Gebiet der Gemeinde Geräte und Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen sowie die ihnen durch Rechtsverordnung zugewiesenen Aufgaben der Feststellung, der Bekämpfung und der Feststellung des Ergebnisses der Bekämpfung von Gesundheitsschädlingen durchzuführen,

14.

die Aufgaben nach § 1 Abs. 2 und § 2 Satz 1 der Gefahrtier-Verordnung vom 5. Juli 2000 (Nds. GVBl. S. 149), zuletzt geändert durch Verordnung vom 14. Februar 2003 (Nds. GVBl. S. 124),

15.

die Überwachung der nach § 10 a des Betäubungsmittelgesetzes in der Fassung vom 1. März 1994 (BGBl. I S. 358), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. Dezember 2003 (BGBl. 2004 I S. 28), erlaubten Drogenkonsumräume, wobei der Region Hannover diese Zuständigkeit gegenüber der Landeshauptstadt Hannover vorbehalten wird,

16.

die Beglaubigung von Bescheinigungen für das Mitführen von Betäubungsmitteln im Rahmen einer ärztlichen Behandlung nach Artikel 75 des Übereinkommens zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 zwischen den Regierungen der Staaten der Benelux-Wirtschaftsunion, der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik betreffend den schrittweisen Abbau der Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen (ABl. EG Nr. L 239 vom 22. September 2000, S. 19), in der jeweils geltenden Fassung, wobei der Region Hannover diese Zuständigkeit gegenüber der Landeshauptstadt Hannover vorbehalten wird,

17.

die Aufgaben nach der EG-TSE-Ausnahmeverordnung vom 17. Juli 2002 (BGBl. I S. 2697), geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 29. September 2003 (BGBl. I S. 1951),

18.

die Überwachung des Verkehrs mit Tabakerzeugnissen nach dem Vorläufigen Tabakgesetz in der Fassung vom 9. September 1997 (BGBI. I S. 2296), zuletzt geändert durch Gesetz vom 21. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3365), und den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen, soweit nicht nach § 6 d Nr. 30 das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zuständig ist.


§ 3

Die Landkreise, kreisfreien Städte und großen selbständigen Städte sind zuständig für

1.

die Aufgaben nach den §§ 19 bis 22 der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Regelung des öffentlichen Vereinsrechts (Vereinsgesetz) vom 28. Juli 1966 (BGBl. S. 457), zuletzt geändert durch Artikel 6 Abs. 1 des Gesetzes vom 22. August 2002 (BGBl. I S. 3390), sowie für die Entgegennahme von Mitteilungen der Amtsgerichte nach § 159 Abs. 2 des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 315-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 12 b des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl. I S. 2198).

2.

die Erfassung schutzbedürftiger ziviler Objekte mit Bedeutung für die zivile Verteidigung einschließlich der Erstellung von Objektkarteien und deren Fortschreibung sowie die Abgabe von Bewertungsvorschlägen.


§ 4

Die Landkreise, kreisfreien Städte, großen selbständigen Städte und selbständigen Gemeinden sind zuständig für

1.

die Aufgaben nach dem Versammlungsgesetz in der Fassung vom 15. November 1978 (BGBl. I S. 1789), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 11. August 1999 (BGBl. I S. 1818); soweit nicht die Polizeidirektion Hannover nach § 5 Absatz 1 a zuständig ist,

2.

die Genehmigung zur Anlegung, Erweiterung und Schließung einzelner Begräbnisplätze und Bestattungseinrichtungen sowie die Anordnung in diesem Zusammenhang erforderlicher Maßnahmen,

3.

Maßnahmen zur Durchführung der Schulpflicht nach dem Niedersächsischen Schulgesetz in der Fassung vom 3. März 1998 (Nds. GVBl. S. 137), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 12. Juli 2007 (Nds. GVBl. S. 339),

4.

die Durchführung des Waffengesetzes (WaffG) und der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung vom 27. Oktober 2003 (BGBl. I S. 2123), soweit durch Bundesrecht, in Nummer 3.7 des Verzeichnisses der Anlage zur Verordnung über Zuständigkeiten auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts sowie in anderen Rechtsgebieten vom 18. November 2004 (Nds. GVBl. S. 482) sowie in § 5 Abs. 1 Nr. 2 und § 6 a dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist, wobei die Landkreise, die Region Hannover in ihrem gesamten Gebiet, die kreisfreien Städte sowie diejenigen großen selbständigen Städte, die untere Naturschutzbehörde sind, über die Erteilung von Schießerlaubnissen nach § 10 Abs. 5 WaffG entscheiden, wenn und soweit der Antrag einhergeht mit einem Antrag auf Zulassung einer Ausnahme nach § 43 Abs. 8 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) vom 25. März 2002 (BGBl. I S. 1193), zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 24. Juni 2004 (BGBl. I S. 1359), oder einem Antrag auf Befreiung nach § 62 BNatSchG von den Verboten des § 42 BNatSchG.


§ 5

(1) Die Polizeidirektionen sind zuständig für

1.

die Bewertung und Einstufung schutzbedürftiger ziviler Objekte mit Bedeutung für die zivile Verteidigung,

2.

die folgenden Aufgaben nach der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung vom 27. Oktober 2003 (BGBl. I S. 2123):

a)

staatliche Anerkennung von Lehrgängen zur Vermittlung der Sachkunde im Umgang mit Waffen und Munition nach § 3 Abs. 2,

b)

Entgegennahme von Anzeigen nach § 3 Abs. 4 Satz 3 Nr. 1,

c)

Teilnahme an Prüfungen nach § 3 Abs. 4 Satz 3 Nr. 2,

d)

Bildung von Prüfungsausschüssen zur Abnahme der Sachkundeprüfung nach § 2.

(1a) Die Polizeidirektion Hannover ist an Stelle der Landeshauptstadt Hannover zuständig für die Aufgaben nach dem Versammlungsgesetz in der Fassung vom 15. November 1978 (BGBl. I S. 1789), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 11. August 1999 (BGBl. I S. 1818).

(2) Für die versammlungsrechtlichen Aufgaben nach § 4 Nr. 1 und die waffenrechtlichen Aufgaben nach § 4 Nr. 4 führen die Polizeidirektionen in ihrem Bezirk die Fachaufsicht

1.

über die Landkreise, soweit sie die Fachaufsicht nach § 98 Satz 1 Nr. 1 Nds. SOG wahrnehmen, und

2.

über die Landkreise, kreisfreien Städte und großen selbständigen Städte abweichend von § 98 Satz 1 Nr. 2 Nds. SOG.

(3) - gestrichen -

(4) Die Wasserschutzpolizei ist in ihren Dienstbezirken auch auf nichtbundeseigenen Gewässern und in Häfen für die Ausübung der in § 1 der Anlage zum Gesetz über die Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und dem Lande Niedersachsen über die Ausübung der schiffahrtpolizeilichen Vollzugsaufgaben vom 23. Dezember 1955 (Nds. GVBl. Sb. I S. 112) sowie der in Artikel 1 Nr. 1 der Anlage zum Gesetz über die Zusatzvereinbarung zur Vereinbarung über die Ausübung der schiffahrtpolizeilichen Vollzugsaufgaben vom 6. und 21. April 1955 vom 2. Juni 1982 (Nds. GVBl. S. 153) genannten schiffahrtpolizeilichen Vollzugsaufgaben zuständig.

§ 6

- aufgehoben -

§ 6 a

(1) Die obersten Landesbehörden sind für ihre Bediensteten und die den obersten Landesbehörden unmittelbar nachgeordneten Behörden jeweils für ihren Amtsbereich für die Erteilung von Bescheinigungen nach § 55 Abs. 2 des Waffengesetzes (WaffG) zuständig.

(2) Das für Inneres zuständige Ministerium ist

1.

zuständig für die Erteilung des Benehmens bei der Anerkennung von Schießsportverbänden nach § 15 Abs. 3 WaffG,

2.

antragsberechtigte Behörde nach § 2 Abs. 5 Satz 2 Nr. 2 WaffG.

(3) Das Landeskriminalamt Niedersachsen ist

1.

zuständig für die Erteilung von Bescheinigungen nach § 55 Abs. 2 WaffG für Mitglieder des Landtages sowie nach § 56 Sätze 1 und 4 WaffG für Staatsgäste und sonstige erheblich gefährdete Personen des öffentlichen Lebens aus anderen Staaten sowie deren Sicherheitsbegleiterinnen und -begleiter,

2.

anzuhörende Behörde nach § 2 Abs. 5 Satz 3 WaffG.


§ 6 b

Die Bergbehörden sind zuständig für Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren aus verlassenen Grubenbauen und Bohrungen, die nicht mehr der Bergaufsicht unterliegen.

§ 6 c

Das Landesgesundheitsamt ist

1.

für den Bereich des Sanitätsflughafens Hannover-Langenhagen zuständige Gesundheitsbehörde nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften vom 25. Juli 1969 in der Fassung vom 10. April 1975 (BGBl. II S. 456) mit den Änderungen vom 20. Mai 1981 (BGBl. 1982 II S. 286, 287) und der Verordnung zur Durchführung der Internationalen Gesundheitsvorschriften vom 25. Juli 1969 im Luftverkehr vom 11. November 1971 (BGBl. I S. 1809), zuletzt geändert durch Verordnung vom 20. Juli 1979 (BGBl. I S. 1121),

2.

die nach Landesrecht zuständige Stelle nach § 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), die zuständige Landesbehörde nach den §§ 11 und 13 Abs. 3 IfSG, die beauftragte Stelle nach § 20 IfSG und und die zuständige Behörde nach § 25 Abs. 2 des IfSG.


§ 6 d

Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zuständig für

1.

die Überwachung der tierärztlichen Hausapotheken nach den §§ 64 bis 69 des Arzneimittelgesetzes (AMG),

2.

(aufgehoben)

3.

(aufgehoben)

4.

die Entgegennahme von Anzeigen nach § 73 Abs. 3 Satz 4 AMG,

5.

die Aufgaben nach § 59 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 4 AMG sowie die Entgegennahme von Anzeigen über die klinische Prüfung von Tierarzneimitteln nach § 67 AMG,

6.

die Kontrolle der Erfüllung der Nachweispflichten nach § 59 c AMG,

7.

die Aufgaben nach den §§ 19 und 22 des Betäubungsmittelgesetzes, nach § 8 Abs. 5, § 10 Abs. 4, § 13 Abs. 3 Satz 3 der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung vom 20. Januar 1998 (BGBl. I S. 74, 80), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 19. Juni 2001 (BGBl. I S. 1180), sowie nach § 5 der Betäubungsmittel-Binnenhandelsverordnung vom 16. Dezember 1981 (BGBl. I S. 1425), zuletzt geändert durch Artikel 3 § 3 der Verordnung vom 24. Juni 1994 (BGBl. I S. 1416), soweit Tierärztinnen, Tierärzte oder Tierkliniken betroffen sind,

8.

die Aufgaben nach dem Heilmittelwerbegesetz in der Fassung vom 19. Oktober 1994 (BGBl. I S. 3068), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 30. Juli 2004 (BGBl. I S. 2031), soweit die Werbung Tierarzneimittel betrifft,

9.

die Zulassung zur Ausfuhr nach § 9 der Lebensmittel-Hygieneverordnung vom 8. August 2007 (BGBl. I S. 1816),

9 a.

die Zulassung von Betrieben nach § 9 der Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung vom 8. August 2007 (BGBl. I S. 1816),

10.

die Durchführung der Schlachttier- und Fleischuntersuchung sowie der Untersuchung auf Trichinen in pharmazeutischen Betrieben und Einrichtungen, die mit den in § 9 Abs. 1 in Verbindung mit § 1 Nr. 16 der Tierimpfstoff-Verordnung vom 24. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2355), genannten Erregern arbeiten,

11.

(aufgehoben)

12.

(aufgehoben)

13.

(aufgehoben)

14.

(aufgehoben)

15.

(aufgehoben)

16.

folgende Aufgaben nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch:

a)

die Überwachung der Verbote für die Werbung mit Ausnahme der produktbegleitenden Werbung, auch bezüglich der nach diesem Gesetz erlassenen Verordnungen,

b)

die Überwachung von Futtermitteln, auch bezüglich der nach diesem Gesetz erlassenen Verordnungen,

c)

die amtliche Beobachtung als Voraussetzung für die Zulassung von Ausnahmen nach § 68 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Nr. 1,

d)

die Zulassung von Ausnahmen nach § 69 Sätze 1 und 2 Nr. 2 sowie die Zulassung von Stoffen nach § 69 Satz 2 Nr. 1,

17.

die Überwachung der Verbote nach weinrechtlichen Bestimmungen für die Werbung, mit Ausnahme der produktbegleitenden Werbung,

18.

die Zulassung von privaten Sachverständigen nach § 1 der Gegenprobensachverständigen-Prüflaboratorienverordnung vom 11. Februar 1999 (BGBl. I S. 162), geändert durch Artikel 2 § 3 Abs. 10 des Gesetzes vom 1. September 2005 (BGBl. I S. 2618, 2653),

19.

(aufgehoben)

20.

die Genehmigung zur Herstellung von Nitritpökelsalz nach § 5 Abs. 5 der Zusatzstoff-Verkehrsverordnung vom 29. Januar 1998 (BGBl. I S. 230, 269), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 30. Januar 2008 (BGBl. I S. 132),

21.

die Genehmigung zur Herstellung von jodiertem Kochsalzersatz, diätetischen Lebensmitteln mit einem Zusatz von Jodverbindungen oder diätetischen Lebensmitteln, die zur Verwendung als bilanzierte Diät bestimmt sind, nach § 11 Abs. 1 der Diätverordnung in der Fassung vom 28. April 2005 (BGBl. I S. 1161), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 30. Januar 2008 (BGBl. I S. 132),

22.

die Anerkennung von natürlichem Mineralwasser nach § 3 Abs. 1 und die Erteilung einer Nutzungsgenehmigung für Quellen für natürliches Mineralwasser nach § 5 Abs. 1 der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung vom 1. August 1984 (BGBl. I S. 1036), zuletzt geändert durch Verordnung vom 1. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2762),

23.

die Zulassung von Bestrahlungsanlagen nach § 4 Abs. 1 der Lebensmittelbestrahlungsverordnung vom 14. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1730), zuletzt geändert durch Artikel 359 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407),

24.

die Zulassung von Ausnahmen nach § 9 Abs. 7 des Vorläufigen Biergesetzes,

25.

(aufgehoben)

26.

die Erteilung einer Prüfungsnummer nach § 5 Abs. 3 Satz 1 der Verordnung über bestimmte alkoholhaltige Getränke in der Fassung vom 30. Juni 2003 (BGBl. I S. 1255), geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 13. Januar 2004 (BGBl. I S. 67),

27.

die Aufgaben nach § 4 des EG-Gentechnik-Durchführungsgesetzes in Bezug auf Futtermittel,

28.

(aufgehoben)

29.

im Gebiet der Stadt Cuxhaven

a)

die Überwachung des Verkehrs mit Fischereierzeugnissen und lebenden Muscheln auf nach § 9 der Tierische Lebensmittel-Hygieneverordnung zugelassenen Fabrikschiffen, ausgenommen Schiffe, auf denen Krebs-und Weichtiere an Bord abgekocht werden, auf Gefrierschiffen, in Be- und Verarbeitungsbetrieben, ausgenommen handwerklich strukturierte Betriebe und Betriebe des Einzelhandels, in Großhandelsmärkten, Versteigerungshallen, Umpackzentren, Kühlhäusern sowie Versand-und Reinigungszentren,

b)

die Aufgaben der Grenzkontrollstelle nach der Lebensmitteleinfuhr-Verordnung vom 8. August 2007 (BGBI. I S. 1816, 1871),

30.

die Überwachung der Verbote für die Werbung, mit Ausnahme der produktbegleitenden Werbung, nach dem Vorläufigen Tabakgesetz und den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen.


§ 6 e

Die Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter

-

Braunschweig für die Aufsichtsbezirke der Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter Braunschweig und Göttingen,

-

Hannover für die Aufsichtsbezirke der Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter Hannover und Hildesheim,

-

Lüneburg für die Aufsichtsbezirke der Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter Celle, Cuxhaven und Lüneburg,

-

Oldenburg für die Aufsichtsbezirke der Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter Emden, Oldenburg und Osnabrück

sind zuständig für

1.

die Aufgaben nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) und nach den aufgrund von § 54 AMG erlassenen Betriebsverordnungen sowie die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften der Betriebsverordnungen, soweit nicht die Apothekerkammer Niedersachsen nach § 1 Nr. 2 Buchst. c und d der Verordnung zur Übertragung von staatlichen Aufgaben auf die Kammern für die Heilberufe vom 25. November 2004 (Nds. GVBl. S. 516), das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nach § 6 d Nrn. 1 und 4 bis 6 oder die Landkreise und kreisfreien Städte nach § 2 Nr. 12 zuständig sind,

2.

die Aufgaben nach dem Transfusionsgesetz vom 1. Juli 1998 (BGBl. I S. 1752), zuletzt geändert durch Artikel 20 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2304),

3.

die Aufgaben nach dem Heilmittelwerbegesetz und die Aufgaben nach dem EG-Verbraucherschutzdurchsetzungsgesetz vom 21. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3367)“, soweit die Werbung nicht Tierarzneimittel betrifft,

4.

die Aufgaben nach dem Medizinproduktegesetz in der Fassung vom 7. August 2002 (BGBl. I S. 3146), geändert durch Artikel 109 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl. I S. 2304), sowie nach den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen.


§ 6 f

- aufgehoben -

§ 6 g

Die Nationalparkverwaltung ,,Niedersächsisches Wattenmeer” ist zuständig für die behördlichen Aufgaben nach der Verordnung der Bezirksregierung Weser-Ems über die Genehmigungspflicht für Führungen auf den Wattflächen vom 17. März 2000 (Amtsblatt für den Regierungsbezirk Weser-Ems S. 324), geändert durch Verordnung vom 4. Juni 2002 (Amtsblatt für den Regierungsbezirk Weser-Ems S. 720).

§ 7

§ 55 Nds. SOG sowie entsprechende spezialgesetzliche Vorschriften über die Zuständigkeit zum Erlaß von Verordnungen bleiben unberührt.

§ 8

Diese Verordnung tritt am 1. November 1994 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über Zuständigkeiten auf verschiedenen Gebieten der Gefahrenabwehr vom 19. Dezember 1990 (Nds. GVBl. S. 532), zuletzt geändert durch Verordnung vom 24. November 1993 (Nds. GVBl. S. 583), außer Kraft.

Hannover, den 18. Oktober 1994

Niedersächsisches Innenministerium

Glogowski

Minister