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Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
Änderungshistorie
Amtliche Abkürzung:FwVO
Ausfertigungsdatum:30.04.2010
Gültig ab:07.05.2010
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Niedersachsen
Fundstelle:Nds. GVBl. 2010, 185, 284
Gliederungs-Nr:21090
Verordnung über die kommunalen Feuerwehren
(Feuerwehrverordnung - FwVO -)
Vom 30. April 2010
Zum 15.08.2018 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 4, 6 und 13, Anlagen 4, 5, 7 und 8 geändert durch Verordnung vom 17.05.2011 (Nds. GVBl. S. 125)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Verordnung über die kommunalen Feuerwehren (Feuerwehrverordnung - FwVO -) vom 30. April 201007.05.2010
Eingangsformel07.05.2010
Inhaltsverzeichnis07.05.2010
Erster Teil - Gliederung, Mindeststärke und Mindestausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren07.05.2010
§ 1 - Aufbau07.05.2010
§ 2 - Taktische Einheiten07.05.2010
§ 3 - Mindeststärke07.05.2010
§ 4 - Mindestausrüstung01.06.2011
§ 5 - Sonderregelung in einer Gemeinde mit Berufsfeuerwehr07.05.2010
§ 6 - Befreiungen01.06.2011
Zweiter Teil - Eintritt in den Dienst, Verleihung von Dienstgraden und Übertragung bestimmter Funktionen bei den Freiwilligen Feuerwehren07.05.2010
§ 7 - Eintritt in den Dienst, Probezeit07.05.2010
§ 8 - Verleihung von Dienstgraden, Übertragung bestimmter Funktionen07.05.2010
§ 9 - Zuständigkeit07.05.2010
§ 10 - Dienstgrade bei Wechsel der Freiwilligen Feuerwehr07.05.2010
§ 11 - Unzulässigkeit von Dienstgraden07.05.2010
§ 12 - Kommissarische Wahrnehmung von Funktionen07.05.2010
§ 13 - Ausnahmen01.06.2011
Dritter Teil - Dienstkleidung, Dienstgradabzeichen, Funktionsbezeichnungen und persönliche Ausrüstung07.05.2010
Erster Abschnitt - Freiwillige Feuerwehren07.05.2010
§ 14 - Persönliche Ausrüstung und Dienstkleidung07.05.2010
§ 15 - Abzeichen07.05.2010
Zweiter Abschnitt - Berufsfeuerwehren07.05.2010
§ 16 - Dienstgradabzeichen für Kommunalbeamtinnen und Kommunalbeamte sowie Körperschaftsbeamtinnen und Körperschaftsbeamte im Feuerwehrdienst07.05.2010
Vierter Teil - Schlussvorschriften07.05.2010
§ 17 - Übergangsvorschriften07.05.2010
§ 18 - Inkrafttreten07.05.2010
Anlage 1 - Typisierung und Mindestausstattung der Feuerwehrfahrzeuge07.05.2010
Anlage 2 - Dienstgrade, Voraussetzungen und Funktionen07.05.2010
Anlage 3 - Persönliche Ausrüstung für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren 07.05.2010
Anlage 4 - Dienstkleidung für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren01.06.2011
Anlage 5 - Dienstkleidung für Mitglieder der Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehren (Jugendfeuerwehr)01.06.2011
Anlage 6 - Dienstgradabzeichen der Freiwilligen Feuerwehr07.05.2010
Anlage 7 - Funktionsabzeichen Freiwillige Feuerwehr01.06.2011
Anlage 8 - Kennzeichnung einsatzspezifischer Funktionen01.06.2011
A. Helmkennzeichnung01.06.2011
B. Funktionswesten01.06.2011
Anlage 9 - Dienstgradabzeichen für Kommunalbeamtinnen und Kommunalbeamte sowie Körperschaftsbeamtinnen und Körperschaftsbeamte im Feuerwehrdienst07.05.2010

Aufgrund des § 37 Abs. 1 Nrn. 1 bis 3 des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes (NBrandSchG) vom 8. März 1978 (Nds. GVBl. S. 233), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 17. Dezember 2009 (Nds. GVBl. S. 491), und des § 115 Abs. 5 des Niedersächsischen Beamtengesetzes vom 25. März 2009 (Nds. GVBl. S. 72), geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 25. November 2009 (Nds. GVBl. S. 437), wird verordnet:

Inhaltsübersicht
Erster Teil
Mindeststärke, Gliederung und Mindestausrüstung
der Freiwilligen Feuerwehren
§ 1 Aufbau
§ 2 Taktische Einheiten
§ 3 Mindeststärke
§ 4 Mindestausrüstung
§ 5 Sonderregelung in einer Gemeinde mit Berufsfeuerwehr
§ 6 Befreiungen
Zweiter Teil
Eintritt in den Dienst, Verleihung von Dienstgraden
und Übertragung bestimmter Funktionen
bei den Freiwilligen Feuerwehren
§ 7 Eintritt in den Dienst
§ 8 Verleihung von Dienstgraden, Übertragung bestimmter Funktionen
§ 9 Zuständigkeit
§ 10 Dienstgrade bei Wechsel der Freiwilligen Feuerwehr
§ 11 Unzulässigkeit von Dienstgraden
§ 12 Kommissarische Wahrnehmung von Funktionen
§ 13 Ausnahmen
Dritter Teil
Dienstkleidung, Dienstgradabzeichen, Funktionsbezeichnungen
und persönliche Ausrüstung
Erster Abschnitt
Freiwillige Feuerwehren
§ 14 Persönliche Ausrüstung und Dienstkleidung
§ 15 Abzeichen
Zweiter Abschnitt
Berufsfeuerwehren
§ 16 Dienstgradabzeichen für Kommunalbeamtinnen und Kommunalbeamte sowie Körperschaftsbeamtinnen und Körperschaftsbeamte im Feuerwehrdienst
Vierter Teil
Schlussvorschriften
§ 17 Übergangsvorschriften
§ 18 Inkrafttreten

Erster Teil
Gliederung, Mindeststärke und Mindestausrüstung
der Freiwilligen Feuerwehren

§ 1
Aufbau

(1) Die Ortsfeuerwehren (§ 10 Abs. 2 NBrandSchG) gliedern sich in

1.

Grundausstattungsfeuerwehren,

2.

Stützpunktfeuerwehren und

3.

Schwerpunktfeuerwehren.

(2) 1 In einer Gemeinde mit bis zu zehn Ortsfeuerwehren sind zur Sicherstellung des überörtlichen Brandschutzes mindestens zwei Ortsfeuerwehren als Stützpunktfeuerwehren einzurichten. 2 Bei mehr als zehn Ortsfeuerwehren soll von jeweils fünf Ortsfeuerwehren eine als Stützpunktfeuerwehr eingerichtet werden.

(3) 1 In einer Gemeinde mit mehr als 15 000 Einwohnerinnen und Einwohnern soll zur Sicherstellung des überörtlichen Brandschutzes mindestens eine Schwerpunktfeuerwehr eingerichtet werden. 2 Eingerichtete Schwerpunktfeuerwehren sind auf die Zahl der nach Absatz 2 erforderlichen Stützpunktfeuerwehren anzurechnen.

(4) Ist die Freiwillige Feuerwehr in einer Gemeinde nicht in Ortsfeuerwehren untergliedert, so ist sie mindestens als Stützpunktfeuerwehr einzurichten; Absatz 3 gilt entsprechend.

§ 2
Taktische Einheiten

(1) 1 Die Ortsfeuerwehr sowie eine nicht in Ortsfeuerwehren untergliederte Freiwillige Feuerwehr gliedert sich in taktische Einheiten. 2 Dies sind der Selbständige Trupp, die Staffel, die Gruppe und der Zug. 3 Die Gruppe ist die taktische Grundeinheit der Feuerwehr.

(2) Die taktischen Einheiten sind wie folgt zu besetzen:

1.

Selbständiger Trupp:

1 Truppführerin oder Truppführer und weitere 2 Feuerwehrmitglieder;

2.

Staffel:

1 Staffelführerin oder Staffelführer und weitere 5 Feuerwehrmitglieder;

3.

Gruppe:

1 Gruppenführerin oder Gruppenführer und weitere 8 Feuerwehrmitglieder;

4.

Zug:

1 Zugführerin oder Zugführer und weitere 21 Feuerwehrmitglieder.

(3) Für die Wahrnehmung der einzelnen Funktionen in den taktischen Einheiten sind die nachfolgend benannten Qualifikationen erforderlich:

Taktische Einheit

 

 

Funktion

Qualifikation

Selbständiger Trupp

 

1

Truppführerin
oder Truppführer

Gruppenführer

 

 

1

Maschinistin
oder Maschinist

Truppmann

 

 

1

Feuerwehrmitglied

Truppmann

Staffel

 

1

Staffelführerin
oder Staffelführer

Gruppenführer

 

 

1

Maschinistin
oder Maschinist

Truppmann

 

 

2

Truppführerinnen oder
Truppführer von Angriffs- und Wassertrupp

Truppführer

 

 

2

übrige Funktionen
in der Staffel

Truppmann

Gruppe

 

1

Gruppenführerin
oder Gruppenführer

Gruppenführer

 

 

1

Maschinistin
oder Maschinist

Truppmann

 

 

1

Melderin oder Melder

Truppführer

 

 

3

Truppführerinnen oder
Truppführer von Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp

Truppführer

 

 

3

übrige Funktionen
in der Gruppe

Truppmann

Zug

 

1

Zugführerin
oder Zugführer

Zugführer

 

Zug-
trupp

1

Führungsassistentin
oder Führungsassistent

Gruppenführer

 

 

1

Melderin oder Melder

Truppführer

 

 

1

Fahrerin oder Fahrer

Truppmann

 

Teil-
einheiten

2

Gruppen (Variante 1)

 

 

oder

1

Gruppe + 1 Staffel + 1 Selbständiger Trupp
(Variante 2)

 

oder

1

Gruppe + 3 Selbständige Trupps
(Variante 3).

 

§ 3
Mindeststärke

(1) Für die Mindeststärke einer Ortsfeuerwehr sind die taktischen Einheiten nach § 2 Abs. 2 als Bemessungsgrundlage heranzuziehen; sie beträgt bei der

1.

Grundausstattungsfeuerwehr:

eine Gruppe,

2.

Stützpunktfeuerwehr:

a)

eine Gruppe und ein Selbständiger Trupp oder

b)

zwei Staffeln,

3.

Schwerpunktfeuerwehr:

ein Zug.

(2) 1 Die personelle Mindeststärke einer Ortsfeuerwehr umfasst

1.

die Ortsbrandmeisterin oder den Ortsbrandmeister,

2.

die Stellvertretende Ortsbrandmeisterin oder den Stellvertretenden Ortsbrandmeister,

3.

die Anzahl der Funktionen der zu berücksichtigenden taktischen Einheiten gemäß Absatz 1 und

4.

eine Personalreserve von mindestens 100 vom Hundert, bezogen auf die zu besetzenden Funktionen.

2 Sie soll dauerhaft nicht weniger als 90 vom Hundert der nach Satz 1 bestimmten Mindeststärke betragen.

(3) 1 Sind aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in einer Ortsfeuerwehr zusätzliche taktische Einheiten zur Abwehr besonderer Gefahren, insbesondere zusätzliche Löscheinheiten, Einheiten für die Bedienung von Spezialgeräten (z. B. Sonderlöscheinrichtungen, ABC-Abwehr, Wasserrettung), aufzustellen, so sind sie in taktische Einheiten nach § 2 Abs. 1 zu gliedern. 2 Für diese ist eine Personalreserve von 100 vom Hundert, bezogen auf die zu besetzenden Funktionen, vorzusehen.

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend für eine Gemeinde, deren Freiwillige Feuerwehr nicht in Ortsfeuerwehren untergliedert ist.

§ 4
Mindestausrüstung

(1) Die Typisierung und Mindestausstattung der Feuerwehrfahrzeuge gemäß den Absätzen 2 bis 5 richtet sich nach der Anlage 1.

(2) Die Mindestausrüstung einer Grundausstattungsfeuerwehr umfasst ein Löschfahrzeug mit Staffelbesatzung (Typ 2.2.1).

(3) 1 Die Mindestausrüstung einer Stützpunktfeuerwehr umfasst

1.

ein Löschfahrzeug mit Gruppenbesatzung (Typ 2.3.1) und

2.

ein Feuerwehrfahrzeug mit Truppbesatzung als

a)

Löschfahrzeug (Typ 2.1.1),

b)

Hubrettungsfahrzeug (Typ 3),

c)

Rüstwagen (Typ 4),

d)

Gerätewagen (Typ 5.1 oder 5.2) oder

e)

Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter (Typ 6)

oder

3.

zwei Löschfahrzeuge mit Staffelbesatzung (Typ 2.2.2).

2 Wird ein Löschfahrzeug mit Gruppenbesatzung (Typ 2.3.1) zusammen mit einem Löschfahrzeug mit Truppbesatzung (Typ 2.1.1) vorgehalten, so kann bei dem Löschfahrzeug mit Gruppenbesatzung (Typ 2.3.1) auf die Ausrüstung mit einem Löschwasserbehälter verzichtet werden. 3 Werden zwei Löschfahrzeuge mit Staffelbesatzung (Typ 2.2.2) vorgehalten, so kann bei einem der Fahrzeuge auf die Ausrüstung mit einem Löschwasserbehälter verzichtet werden, wenn die sich daraus ergebende Zuladungsmöglichkeit für Geräte zur technischen Hilfeleistung (hydraulisches Rettungsgerät) oder andere Sonderausrüstung genutzt wird.

(4) 1 Die Mindestausrüstung einer Schwerpunktfeuerwehr umfasst ein Einsatzleitfahrzeug (Typ 1) sowie abhängig davon, welche Teileinheiten den Zug nach § 2 Abs. 3 (Varianten 1 bis 3) bilden, folgende Feuerwehrfahrzeuge:

1.

Variante 1:

zwei Löschfahrzeuge mit Gruppenbesatzung (Typ 2.3.2),

2.

Variante 2:

a)

ein Löschfahrzeug mit Gruppenbesatzung (Typ 2.3.2),

b)

ein Feuerwehrfahrzeug mit Staffelbesatzung als

aa)

Löschfahrzeug (Typ 2.2.3) oder

bb)

Gerätewagen (Typ 5.3)

und

c)

ein Feuerwehrfahrzeug mit Truppbesatzung als

aa)

Hubrettungsfahrzeug (Typ 3),

bb)

Rüstwagen (Typ 4),

cc)

Gerätewagen (Typ 5.1 oder 5.2) oder

dd)

Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter (Typ 6)

oder

3.

Variante 3:

a)

ein Löschfahrzeug mit Gruppenbesatzung (Typ 2.3.2)

und

b)

eine Kombination von drei Feuerwehrfahrzeugen mit Truppbesatzung als

aa)

Löschfahrzeug (Typ 2.1.2),

bb)

Hubrettungsfahrzeug (Typ 3),

cc)

Rüstwagen (Typ 4),

dd)

Gerätewagen (Typ 5.1 oder 5.2) oder

ee)

Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter (Typ 6).

2 Als feuerwehrtechnische Beladung ist mindestens ein Gerätesatz zur Durchführung der technischen Hilfeleistung vorzuhalten.

(5) Gemeinden ohne Schwerpunktfeuerwehr können zur Unterstützung der Einsatzleitung außerdem ein Einsatzleitfahrzeug (Typ 1) vorhalten.

(6) Die Absätze 1, 3 und 5 gelten entsprechend für eine Gemeinde, deren Freiwillige Feuerwehr nicht in Ortsfeuerwehren untergliedert ist.

§ 5
Sonderregelung in einer Gemeinde mit Berufsfeuerwehr

Die Vorschriften des § 1 Abs. 2 bis 4 und des § 4 gelten nicht für die Freiwillige Feuerwehr in Gemeinden mit Berufsfeuerwehr.

§ 6
Befreiungen

(1) Von den Vorschriften des § 1 Abs. 2 und 3 und des § 4 Abs. 3 und 4 ist auf Antrag zu befreien, wenn durch einen Brandschutzbedarfsplan oder ein vergleichbares Konzept nachgewiesen wird, dass die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr auch ohne Einhaltung dieser Vorschriften sichergestellt ist.

(2) Befreiungen erteilt für die kreisfreien Städte die örtlich zuständige Polizeidirektion, im Übrigen der Landkreis.

Zweiter Teil
Eintritt in den Dienst, Verleihung von Dienstgraden
und Übertragung bestimmter Funktionen
bei den Freiwilligen Feuerwehren

§ 7
Eintritt in den Dienst, Probezeit

(1) Mit dem Eintritt in den Dienst als aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr beginnt die Probezeit; sie dauert ein Jahr.

(2) 1 Innerhalb der Probezeit hat das Mitglied an der Truppmannausbildung Teil 1 (Grundausbildungslehrgang) teilzunehmen. 2 Der Grundausbildungslehrgang schließt mit einer Prüfung ab; die Prüfung kann frühestens nach sechs Monaten einmal wiederholt werden. 3 Bei Nichtbestehen der Prüfung oder bei Nichtteilnahme an der Prüfung aus wichtigen persönlichen Gründen kann die Probezeit auf höchstens zwei Jahre verlängert werden. 4 Die verlängerte Probezeit endet nach erfolgreicher Teilnahme am Grundausbildungslehrgang. 5 Mitglieder, die die Wiederholungsprüfung des Grundausbildungslehrgangs nicht bestehen oder sich in der Probezeit nicht bewähren, sind aus dem aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr zu entlassen.

(3) Für Feuerwehrmitglieder, die vor der Übernahme in die aktive Abteilung mindestens zwei Jahre der Jugendabteilung einer Freiwilligen Feuerwehr angehört haben, endet die Probezeit nach erfolgreicher Teilnahme am Grundausbildungslehrgang.

(4) 1 Nach erfolgreichem Abschluss des Grundausbildungslehrgangs hat das Mitglied an der Truppmannausbildung Teil 2 teilzunehmen und im Rahmen dieser Ausbildung durch Teilnahme an einer Prüfung einen Leistungsnachweis zu erbringen. 2 Wer die Prüfung nicht besteht, kann sie frühestens nach sechs Monaten einmal wiederholen. 3 Wer die Wiederholungsprüfung der Truppmannausbildung Teil 2 nicht besteht oder ohne wichtigen Grund die Prüfung nicht innerhalb von vier Jahren nach Bestehen des Grundausbildungslehrgangs erfolgreich ablegt, ist aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr zu entlassen.

(5) Abweichend von den Bestimmungen der Absätze 1 und 2 können Personen mit besonderen Kenntnissen und Fähigkeiten zur Beratung und Unterstützung in den Dienst der Feuerwehr als Feuerwehr-Fachberaterinnen oder Feuerwehr-Fachberater eintreten.

§ 8
Verleihung von Dienstgraden, Übertragung bestimmter Funktionen

(1) 1 Die Dienstgrade und Funktionen der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr richten sich nach der Anlage 2. 2 Soweit Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die in Anlage 2 Spalte 2 genannten Voraussetzungen erfüllen und

1.

sie eine Funktion nach Spalte 3 wahrnehmen oder

2.

ihnen eine Funktion nach Spalte 4 übertragen wurde,

können ihnen die entsprechenden Dienstgrade nach Spalte 1 verliehen werden. 3 Wird die Funktion nicht mehr ausgeübt, so kann der nach Spalte 1 verliehene Dienstgrad weiterhin geführt werden.

(2) Das Datum der erstmaligen Verleihung eines Dienstgrades ist für die Berechnung von Dienstzeiten nach dieser Verordnung maßgebend.

(3) Dienstzeiten in einer Berufsfeuerwehr oder einer Werkfeuerwehr sind auf die Dienstzeiten nach Absatz 2 anzurechnen.

(4) Die Verleihung des Dienstgrades Löschmeisterin oder Löschmeister und höher ist frühestens nach Ablauf eines Jahres seit der letzten Verleihung eines Dienstgrades zulässig.

(5) Sämtliche in Anlage 2 Spalte 1 aufgeführten Dienstgrade der Freiwilligen Feuerwehr sind mit Ausnahme der Dienstgrade der Ersten Hauptfeuerwehrfrau oder des Ersten Hauptfeuerwehrmannes, der Ersten Hauptlöschmeisterin oder des Ersten Hauptlöschmeisters und der Ersten Hauptbrandmeisterin oder des Ersten Hauptbrandmeisters zu durchlaufen.

(6) Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, die auch einer nebenberuflichen Werkfeuerwehr angehören, kann der ihnen dort verliehene Dienstgrad auch in der Freiwilligen Feuerwehr verliehen werden.

(7) 1 Führungskräfte, die taktische Einheiten nach § 2 Abs. 2 führen, und ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter können aus ihrer Funktion abberufen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. 2 Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn sie

1.

die Dienstpflichten grob verletzt oder das Ansehen der Feuerwehr geschädigt haben,

2.

die Gemeinschaft innerhalb der Feuerwehr durch ihr Verhalten erheblich gestört haben oder

3.

die Tätigkeit nicht mehr ordnungsgemäß ausüben können.

3 Vor der Entscheidung über die Abberufung sind die aktiven Mitglieder der Ortsfeuerwehr und die betroffene Führungskraft anzuhören. 4 Den abberufenen Führungskräften wird der bisherige Dienstgrad belassen.

§ 9
Zuständigkeit

Die Dienstgrade der Freiwilligen Feuerwehr und der Kreisfeuerwehr werden vom jeweiligen Träger verliehen.

§ 10
Dienstgrade bei Wechsel der Freiwilligen Feuerwehr

(1) Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren, die infolge Wohnsitzwechsels ihre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ihrer ehemaligen Wohngemeinde aufgeben, können mit ihrem bisherigen Dienstgrad in die Freiwillige Feuerwehr ihrer neuen Wohngemeinde aufgenommen werden.

(2) 1 Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren in anderen Ländern, die infolge Wohnsitzwechsels ihre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ihrer ehemaligen Wohngemeinde aufgegeben haben, können mit dem Dienstgrad in die Freiwillige Feuerwehr ihrer niedersächsischen Wohngemeinde aufgenommen werden, der der nach dieser Verordnung vorgeschriebenen Ausbildung und der vorgeschriebenen Dienstzeit entspricht. 2 Die Verleihung bedarf der Zustimmung der Kreisbrandmeisterin oder des Kreisbrandmeisters.

§ 11
Unzulässigkeit von Dienstgraden

Die Verleihung eines Dienstgrades aufgrund der Mitgliedschaft in einer musiktreibenden Abteilung oder für Feuerwehr-Fachberaterinnen oder Feuerwehr-Fachberater ist nicht zulässig.

§ 12
Kommissarische Wahrnehmung von Funktionen

1 Eine Funktion kann kommissarisch wahrgenommen werden, wenn die Voraussetzungen für die nächst niedrigere Funktion gemäß Anlage 2 Spalte 3 erfüllt sind. 2 Die kommissarische Wahrnehmung einer Funktion darf die Dauer von zwei Jahren nicht überschreiten.

§ 13
Ausnahmen

(1) 1 Für Gemeinden, ausgenommen kreisfreie Städte und Gemeinden mit Berufsfeuerwehr, kann der Landkreis Ausnahmen von den Vorschriften des § 12 zulassen. 2 Für die Landkreise, kreisfreien Städte und Gemeinden mit Berufsfeuerwehr obliegt diese Aufgabe der örtlich zuständigen Polizeidirektion, für die Polizeidirektionen dem für den Brandschutz zuständigen Ministerium.

(2) Die örtlich zuständigen Polizeidirektionen können Ausnahmen von den Voraussetzungen nach Anlage 2 Spalte 2 für die Übertragung von Funktionen nach § 8 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 ab der Funktion der Stellvertretenden Abschnittsleiterin oder des Stellvertretenden Abschnittsleiters zulassen.

Dritter Teil
Dienstkleidung, Dienstgradabzeichen,
Funktionsbezeichnungen und persönliche Ausrüstung

Erster Abschnitt
Freiwillige Feuerwehren

§ 14
Persönliche Ausrüstung und Dienstkleidung

(1) Die aktiven Mitglieder tragen im Einsatz- und Übungsdienst die persönliche Ausrüstung gemäß der Anlage 3; bei der Ausübung sonstiger dienstlicher Tätigkeiten wird Dienstkleidung gemäß der Anlage 4 getragen.

(2) Feuerwehr-Fachberaterinnen oder Feuerwehr-Fachberater, die keinen aktiven Feuerwehrdienst im Sinne des § 11 NBrandSchG leisten, können bei Ausübung dienstlicher Tätigkeiten die persönliche Ausrüstung gemäß der Anlage 3 oder Dienstkleidung gemäß der Anlage 4 tragen.

(3) Mitglieder einer musiktreibenden Abteilung, die keinen aktiven Feuerwehrdienst im Sinne des § 11 NBrandSchG leisen, tragen bei Ausübung dienstlicher Tätigkeiten Dienstkleidung gemäß der Anlage 4.

(4) Mitgliedern der Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehren soll vom Träger der Feuerwehr das Recht zum Tragen der Dienstkleidung gemäß der Anlage 4 auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst zuerkannt werden.

(5) Die Mitglieder der Jugendabteilung tragen im Dienst Dienstkleidung gemäß der Anlage 5.

§ 15
Abzeichen

(1) Die aktiven Mitglieder tragen auf der Dienstkleidung Dienstgradabzeichen gemäß der Anlage 6.

(2) Funktionsträgerinnen und Funktionsträger tragen auf der Dienstkleidung für die Dauer der Wahrnehmung ihrer Funktion ein entsprechendes Funktionsabzeichen gemäß Anlage 7 Abschnitte A bis C.

(3) Feuerwehr-Fachberaterinnen oder Feuerwehr-Fachberater, die keinen aktiven Feuerwehrdienst im Sinne des § 11 NBrandSchG leisten, können auf der Dienstkleidung ein Funktionsabzeichen gemäß Anlage 7 Abschnitt D tragen.

(4) Für die Dauer der Wahrnehmung einsatzspezifischer Funktionen werden Kennzeichnungen gemäß Anlage 8 Abschnitte A und B getragen.

(5) Mitglieder der Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehren, denen gemäß § 14 Abs. 4 das Recht zum Tragen der Dienstkleidung zuerkannt wurde, tragen diese mit Dienstgradabzeichen gemäß der Anlage 6.

(6) Auf der Dienstkleidung kann das Gemeinde-, Landkreis- oder Landeswappen getragen werden.

(7) Das für den Brandschutz zuständige Ministerium kann das Tragen weiterer Abzeichen zulassen.

Zweiter Abschnitt
Berufsfeuerwehren

§ 16
Dienstgradabzeichen für Kommunalbeamtinnen
und Kommunalbeamte sowie Körperschaftsbeamtinnen
und Körperschaftsbeamte im Feuerwehrdienst

Kommunalbeamtinnen und Kommunalbeamte sowie Körperschaftsbeamtinnen und Körperschaftsbeamte im Feuerwehrdienst tragen auf der Dienstkleidung Dienstgradabzeichen gemäß der Anlage 9.

Vierter Teil
Schlussvorschriften

§ 17
Übergangsvorschriften

(1) Vorhandene Feuerwehrfahrzeuge, die den Vorgaben der Verordnung über die Mindeststärke, die Gliederung nach Funktionen und die Mindestausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren im Lande Niedersachsen vom 21. September 1993 (Nds. GVBl. S. 365), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 8. August 2005 (Nds. GVBl. S. 266), entsprechen, werden bis zum Zeitpunkt ihrer Aussonderung der nach § 4 vorgeschriebenen Mindestausrüstung gleichgesetzt.

(2) Nach § 7 der Verordnung über die Mindeststärke, die Gliederung nach Funktionen und die Mindestausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren im Lande Niedersachsen vom 21. September 1993 (Nds. GVBl. S. 365), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 8. August 2005 (Nds. GVBl. S. 266), erteilte Ausnahmen gelten bis zum Ablauf ihrer Befristung weiter.

(3) 1 Vorhandene Feuerwehr-Überjacken, die den Vorgaben der Anlage 3 der Verordnung über die Dienstkleidung, die Dienstgradabzeichen und die persönliche Ausrüstung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Lande Niedersachsen vom 21. September 1993 (Nds. GVBl. S. 369) entsprechen, dürfen nur noch als Wetterschutzjacken verwendet werden. 2 Eine Verwendung im unmittelbaren Brandstellenbereich ist nicht zulässig.

(4) Vorhandene Feuerwehr-Einsatzüberjacken, die den Vorgaben der Anlage 3 der Verordnung über die Dienstkleidung, die Dienstgradabzeichen und die persönliche Ausrüstung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Lande Niedersachsen vom 21. September 1993 (Nds. GVBl. S. 369), zuletzt geändert durch Verordnung vom 25. Oktober 1999 (Nds. GVBl. S. 375), entsprechen, dürfen weiter verwendet werden.

(5) Vorhandene Kopfbedeckungen, die den Vorgaben der Anlage 1, Anlage 2 oder Anlage 4 der Verordnung über die Dienstkleidung, die Dienstgradabzeichen und die persönliche Ausrüstung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Lande Niedersachsen vom 21. September 1993 (Nds. GVBl. S. 369), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 8. August 2005 (Nds. GVBl. S. 266), entsprechen, dürfen weiter verwendet werden.

(6) 1 Dienstgrade, die Feuerwehrmitgliedern nach früherem Recht übertragen wurden und nach dieser Verordnung nicht mehr vorgesehen sind, können weiter geführt werden. 2 Die zugehörigen Dienstgradabzeichen können auf der Dienstkleidung weiter getragen werden.

§ 18
Inkrafttreten

(1) Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft.

(2) Gleichzeitig treten außer Kraft

1.

die Verordnung über die Mindeststärke, die Gliederung nach Funktionen und die Mindestausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren im Lande Niedersachsen vom 21. September 1993 (Nds. GVBl. S. 365), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 8. August 2005 (Nds. GVBl. S. 266),

2.

die Verordnung über den Eintritt in den Dienst, die Gliederung nach Dienstgraden und die Übertragung von Funktionen bei den Freiwilligen Feuerwehren im Lande Niedersachsen vom 21. September 1993 (Nds. GVBl. S. 362), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 8. August 2005 (Nds. GVBl. S. 266), und

3.

die Verordnung über die Dienstkleidung, die Dienstgradabzeichen und die persönliche Ausrüstung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Lande Niedersachsen vom 21. September 1993 (Nds. GVBl. S. 369), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 8. August 2005 (Nds. GVBl. S. 266).

Hannover, den 30. April 2010

Niedersächsisches Ministerium
für Inneres und Sport

S c h ü n e m a n n
Minister

Anlage 1

(zu § 4 Abs. 1)

Typisierung und Mindestausstattung der Feuerwehrfahrzeuge

Typ

Art und Zweck des Feuerwehrfahrzeugs

Mindestausstattung

1

Einsatzleitfahrzeug

 

 

 

als Führungsfahrzeug der Einsatzleitung

1.

Aufnahmemöglichkeit für einen erweiterten Selbständigen Trupp,

 

2.

zwei Kommunikationsarbeitsplätze,

 

3.

zwei fest eingebaute Funkgeräte für Verbindungen mit der Leitstelle und ein fest eingebautes Funkgerät für den Einsatzstellenfunk,

 

4.

ein Handfunkgerät für den Einsatzstellenfunk und

 

5.

eine Außenlautsprecheranlage;

2

Löschfahrzeug

 

 

2.1

mit Truppbesatzung

 

 

2.1.1

zur Durchführung eines Schnellangriffs sowie zur Löschwasserversorgung einer Brandstelle im Pendelverkehr

1.

Aufnahmemöglichkeit für einen Selbständigen Trupp,

2.

fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennleistung von 1 000 l/min bei einem Nenndruck von 10 bar,

3.

Löschwasserbehälter mit 1 800 l Inhalt,

4.

Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe,

5.

zwei umluftunabhängige Atemschutzgeräte,

6.

eine tragbare Feuerwehrleiter mit einer Rettungshöhe von 7 m und

7.

Sonderlöschmittel;

2.1.2

zur Durchführung eines Schnellangriffs sowie zur Löschwasserversorgung einer Brandstelle im Pendelverkehr

1.

Aufnahmemöglichkeit für einen Selbständigen Trupp,

2.

fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennleistung von 2 000 l/min bei einem Nenndruck von 10 bar,

3.

Löschwasserbehälter mit 4 000 l Inhalt,

4.

Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe,

5.

zwei umluftunabhängige Atemschutzgeräte,

6.

eine tragbare Feuerwehrleiter mit einer Rettungshöhe von 7 m,

7.

Sonderlöschmittel und

8.

Dachmonitor;

2.2

mit Staffelbesatzung

 

 

2.2.1

zur Menschenrettung und Brandbekämpfung

1.

Aufnahmemöglichkeit für eine Staffel,

2.

feuerwehrtechnische Beladung für eine Gruppe,

3.

Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennleistung von 1 000 l/min bei einem Nenndruck von 10 bar,

4.

vier umluftunabhängige Atemschutzgeräte und

5.

eine tragbare Feuerwehrleiter mit einer Rettungshöhe von 7 m;

2.2.2

zur Menschenrettung und Brandbekämpfung sowie zur Durchführung eines Schnellangriffs

1.

Aufnahmemöglichkeit für eine Staffel,

2.

feuerwehrtechnische Beladung für eine Gruppe,

3.

fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennleistung von 1 000 l/min bei einem Nenndruck von 10 bar,

4.

Löschwasserbehälter mit 600 l Inhalt,

5.

Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe,

6.

vier umluftunabhängige Atemschutzgeräte,

7.

eine tragbare Feuerwehrleiter mit einer Rettungshöhe von 7 m und

8.

Sonderlöschmittel;

wird auf den Löschwasserbehälter verzichtet, so kann die sich ergebende Gewichtsreserve z. B. für Geräte der technischen Hilfeleistung (hydraulisches Rettungsgerät) verwendet werden;

2.2.3

zur Menschenrettung und Brandbekämpfung, zur Durchführung eines Schnellangriffs sowie zur Löschwasserversorgung einer Brandstelle im Pendelverkehr

1.

Aufnahmemöglichkeit für eine Staffel,

2.

fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennleistung von 2 000 l/min bei einem Nenndruck von 10 bar,

3.

Löschwasserbehälter mit 2 500 l Inhalt,

4.

Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe,

5.

vier umluftunabhängige Atemschutzgeräte,

6.

eine tragbare Feuerwehrleiter mit einer Rettungshöhe von 7 m und

7.

Sonderlöschmittel;

2.3

mit Gruppenbesatzung

 

 

2.3.1

zur Menschenrettung und Brandbekämpfung sowie zur Durchführung eines Schnellangriffs

1.

Aufnahmemöglichkeit für eine Gruppe,

2.

feuerwehrtechnische Beladung für eine Gruppe,

3.

fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennleistung von 1 000 l/min bei einem Nenndruck von 10 bar,

4.

Löschwasserbehälter mit 600 l Inhalt,

5.

Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe,

6.

vier umluftunabhängige Atemschutzgeräte,

7.

eine tragbare Feuerwehrleiter mit einer Rettungshöhe von 7 m und

8.

Sonderlöschmittel;

wird auf den Löschwasserbehälter verzichtet, so kann die sich ergebende Gewichtsreserve z. B. für Geräte der technischen Hilfeleistung (hydraulisches Rettungsgerät) verwendet werden;

2.3.2

zur Menschenrettung und Brandbekämpfung sowie zur Durchführung eines Schnellangriffs

1.

Aufnahmemöglichkeit für eine Gruppe,

2.

feuerwehrtechnische Beladung für eine Gruppe,

3.

fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennleistung von 2 000 l/min bei einem Nenndruck von 10 bar,

4.

Löschwasserbehälter mit 1 600 l Inhalt,

5.

Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe,

6.

vier umluftunabhängige Atemschutzgeräte,

7.

eine tragbare Feuerwehrleiter mit einer Rettungshöhe von 7 m,

8.

eine tragbare Feuerwehrleiter mit einer Rettungshöhe von 12 m und

9.

Sonderlöschmittel;

3

Hubrettungsfahrzeug

 

 

 

zur Durchführung der Rettung von Menschen aus Höhen und Tiefen sowie sonstigen Notlagen oder zur Sicherstellung eines zweiten Rettungsweges

1.

Aufnahmemöglichkeit für einen Selbständigen Trupp

2.

Rettungshöhe von 12, 18 oder 23 m

(Rettungshöhe ist abhängig vom Einsatzgebiet);

4

Rüstwagen

 

 

 

zur Durchführung technischer Hilfeleistungen größeren Umfangs

1.

Aufnahmemöglichkeit für einen Selbständigen Trupp,

2.

Geländefähigkeit (Kategorie 2 nach DIN EN 1846-1)

3.

eingebaute maschinelle Zugeinrichtung, Nennzugkraft 50 kN,

4.

angebauter Lichtmast und

5.

vom Fahrzeugmotor angetriebener, eingebauter Stromerzeuger, 22 kVA;

5

Gerätewagen

 

 

5.1

zum Einsatz bei Schadensfällen mit gefährlichen Stoffen und Gütern

1.

Aufnahmemöglichkeit für einen Selbständigen Trupp,

2.

sechs Chemikalienschutzanzüge,

3.

acht leichte Chemikalienschutzanzüge,

4.

sechs umluftunabhängige Atemschutzgeräte,

5.

je ein Fasspumpwerk aus nicht rostendem Stahl oder Polypropylen (PP) einschließlich Motor,

6.

eine Gefahrgutumfüllpumpe GUP 3-1,5,

7.

diverse Auffangbehälter, Gesamtinhalt 5 000 l,

8.

Messgerätesatz einschließlich Probeentnahmegerätesatz und

9.

Reinigungsset;

5.2

für logistische Aufgaben kleineren Umfangs

1.

Aufnahmemöglichkeit für einen Selbständigen Trupp,

2.

Nutzlast mindestens 2 000 kg,

3.

Ladefläche für mindestens sechs Rollcontainer, Gitterboxen oder Europaletten,

4.

Ladebordwand Nutzlast mindestens 750 kg,

5.

Zusatzbeladung für z. B. Ölschadensbekämpfung, Nachschub bei Großeinsätzen, besondere Geräte für die spezielle technische Hilfeleistung oder

6.

Zusatzbeladung mit Ausrüstungsmodul „Gefahrgut“ nach DIN 14555-22;

5.3

zum Transport von Ausrüstungen und sonstigen Materialien - insbesondere auch bei Hochwasser und Großschadenslagen/-ereignissen - oder als Schlauchwagen

1.

Aufnahmemöglichkeit für eine Staffel,

2.

Nutzlast mindestens 4 000 kg,

3.

Ladefläche für mindestens acht Rollcontainer, Gitterboxen oder Europaletten,

4.

Ladebordwand Nutzlast 1 500 kg,

5.

Geländefähigkeit (Kategorie 2 nach DIN EN 1846-1),

6.

Zusatzbeladung

 

a)

für z. B. Waldbrandbekämpfung, Ölschadensbekämpfung, Nachschub bei Großeinsätzen, besondere Geräte für spezielle technische Hilfeleistungen oder

 

b)

mit Ausrüstungsmodul „Gefahrgut“ nach DIN 14555-22 oder

 

c)

mit Ausrüstungsmodul „Wasserversorgung“ nach DIN 14555-22

 

und

7.

bei Verwendung als Schlauchwagen Kameraüberwachung im Fahrerhaus für den rückwärtigen Bereich;

6

Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter

 

 

zum Transport von Abrollbehältern

Aufnahmemöglichkeit für einen Selbständigen Trupp
(Abrollbehälter können auch die Merkmale der Fahrzeuggruppen der Typen 4 und 5 erfüllen).

Anlage 2

(zu § 8 Abs. 1)

Dienstgrade, Voraussetzungen und Funktionen

 

Dienstgradgruppe/Dienstgradbezeichnung

Voraussetzungen

Funktionen

bestimmte Funktionen

 

1

2

3

4

1.

Feuerwehrfrauen oder Feuerwehrmänner

 

 

 

 

Feuerwehrfrau-Anwärterin oder Feuerwehrmann-Anwärter

Eintritt in aktiven Dienst

 

 

 

Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann

Ableistung der einjährigen Probezeit (ausgenommen ehemalige Angehörige der Jugendabteilungen) und erfolgreicher Abschluss der Truppmannausbildung Teil 1

 

 

 

Oberfeuerwehrfrau oder Oberfeuerwehrmann

dreijährige Dienstzeit und erfolgreicher Abschluss der Truppmannausbildung Teil 2

Funktionen in einer Gruppe, einer Staffel oder einem Selbständigen Trupp (ohne Führungsaufgaben)

 

 

Hauptfeuerwehrfrau oder Hauptfeuerwehrmann

a)

erfolgreiche Teilnahme am Truppführerlehrgang und vierjährige Dienstzeit

a)

Truppführerinnen oder Truppführer,

a)

Gerätewartin oder Gerätewart

b)

Melderin oder Melder

b)

Atemschutzgerätewartin oder Atemschutzgerätewart

b)

erfolgreicher Abschluss der Truppmannausbildung Teil 2, erfolgreiche Teilnahme an zwei technischen Lehrgängen und zehnjährige Dienstzeit

Funktionen in einer Gruppe, einer Staffel oder einem Selbständigen Trupp (ohne Führungsaufgaben)

c)

Schriftwartin oder Schriftwart

d)

Sicherheitsbeauftragte oder Sicherheitsbeauftragter,

e)

Stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin oder Stellvertretender Jugendfeuerwehrwart;

 

Erste Hauptfeuerwehrfrau oder Erster Hauptfeuerwehrmann

a)

erfolgreiche Teilnahme am Truppführerlehrgang und fünfzehnjährige Dienstzeit

a)

Truppführerinnen oder Truppführer,

a)

Gerätewartin oder Gerätewart,

b)

Melderin oder Melder

b)

Atemschutzgerätewartin oder Atemschutzgerätewart,

b)

erfolgreicher Abschluss der Truppmannausbildung Teil 2, erfolgreiche Teilnahme an zwei technischen Lehrgängen und zwanzigjährige Dienstzeit

Funktionen in einer Gruppe, einer Staffel oder einem Selbständigen Trupp (ohne Führungsaufgaben)

c)

Schriftwartin oder Schriftwart,

d)

Sicherheitsbeauftragte oder Sicherheitsbeauftragter,

e)

Stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin oder Stellvertretender Jugendfeuerwehrwart;

2.

Löschmeisterinnen oder Löschmeister

 

 

 

 

Löschmeisterin oder Löschmeister

erfolgreiche Teilnahme am Gruppenführer-Lehrgang sowie an zwei technischen Lehrgängen

Stellvertretende Führerin oder stellvertretender Führer der taktischen Einheiten

Stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin oder Stellvertretender Jugendfeuerwehrwart

 

Oberlöschmeisterin oder Oberlöschmeister

 

Führerin oder Führer der Löschstaffel oder des Selbständigen Löschtrupps

a)

Jugendfeuerwehrwartin oder Jugendfeuerwehrwart,

b)

Stellvertretende Gemeindejugendfeuerwehrwartin oder Stellvertretender Gemeindejugendfeuerwehrwart,

c)

Gemeindesicherheitsbeauftragte oder Gemeindesicherheitsbeauftragter,

d)

Gemeindepressewartin oder Gemeindepressewart;

 

Hauptlöschmeisterin oder Hauptlöschmeister

 

Führerin oder Führer der Löschgruppe

a)

Gemeindejugendfeuerwehrwartin oder Gemeindejugendfeuerwehrwart,

b)

Gemeindeausbildungsleiterin oder Gemeindeausbildungsleiter,

c)

Kreispressewartin oder Kreispressewart,

d)

Kreissicherheitsbeauftragte oder Kreissicherheitsbeauftragter,

e)

Kreisatemschutzbeauftragte oder Kreisatemschutzbeauftragter,

f)

Kreisfunkbeauftragte oder Kreisfunkbeauftragter;

Lehrgang Kreisausbilder der jeweiligen Fachrichtung

 

Kreisausbilderin oder Kreisausbilder;

Erste Hauptlöschmeisterin oder Erster Hauptlöschmeister

 

 

a)

Stellvertretende Ortsbrandmeisterin oder Stellvertretender Ortsbrandmeister einer Grundausstattungsfeuerwehr,

b)

Bezirkspressewartin oder Bezirkspressewart;

 

Lehrgang Kreisausbilder einer Fachrichtung

 

Stellvertretende Kreisausbildungsleiterin oder Stellvertretender Kreisausbildungsleiter;

3.

Brandmeisterinnen oder Brandmeister

 

 

 

 

Brandmeisterin oder Brandmeister

 

Stellvertretende Zugführerin oder Stellvertretender Zugführer

a)

Ortsbrandmeisterin oder Ortsbrandmeister einer Grundausstattungsfeuerwehr,

b)

Stellvertretende Ortsbrandmeisterin oder Stellvertretender Ortsbrandmeister einer Stützpunktfeuerwehr,

c)

Stellvertretende Zugführerin oder Stellvertretender Zugführer in einer Kreisfeuerwehrbereitschaft,

d)

Stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin oder Stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart;

Lehrgang Kreisausbilder einer Fachrichtung

 

Kreisausbildungsleiterin oder Kreisausbildungsleiter;

 

Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister

erfolgreiche Teilnahme am Zugführer-Lehrgang

Zugführerin oder Zugführer

a)

Ortsbrandmeisterin oder Ortsbrandmeister einer Stützpunktfeuerwehr

b)

Stellvertretende Ortsbrandmeisterin oder Stellvertretender Ortsbrandmeister einer Schwerpunktfeuerwehr,

c)

Zugführerin oder Zugführer in einer Kreisfeuerwehrbereitschaft,

d)

Kreisjugendfeuerwehrwartin oder Kreisjugendfeuerwehrwart,

e)

Stellvertretende Bezirksjugendfeuerwehrwartin oder Stellvertretender Bezirksjugendfeuerwehrwart, Bezirksjugendfeuerwehrwartin oder Bezirksjugendfeuerwehrwart,

f)

Stellvertretende Landesjugendfeuerwehrwartin oder stellvertretender Landesjugendfeuerwehrwart;

 

Hauptbrandmeisterin oder Hauptbrandmeister

 

 

a)

Ortsbrandmeisterin oder Ortsbrandmeister einer Schwerpunktfeuerwehr,

b)

Stellvertretende Gemeindebrandmeisterin oder Stellvertretender Gemeindebrandmeister,

c)

Stellvertretende Führerin oder Stellvertretender Führer einer Kreisfeuerwehrbereitschaft,

d)

Landesjugendfeuerwehrwartin oder Landesjugendfeuerwehrwart;

 

Erste Hauptbrandmeisterin oder Erster Hauptbrandmeister

 

 

a)

Gemeindebrandmeisterin oder Gemeindebrandmeister,

b)

Stellvertretende Gemeindebrandmeisterin oder Stellvertretender Gemeindebrandmeister in kreisfreien Städten mit Berufsfeuerwehr;

erfolgreiche Teilnahme am Verbandsführer-Lehrgang

 

Führerin oder Führer einer Kreisfeuerwehrbereitschaft;

a)

erfolgreiche Teilnahme am Verbandsführer-Lehrgang,

 

Stellvertretende Abschnittsleiterin oder Stellvertretender Abschnittsleiter;

b)

mindestens zweijährige Dienstzeit in einer Funktion als Ortsbrandmeisterin oder Ortsbrandmeister, Stellvertretende Ortsbrandmeisterin oder Stellvertretender Ortsbrandmeister einer Stützpunktfeuerwehr oder Schwerpunktfeuerwehr, Stellvertretende Gemeindebrandmeisterin oder Stellvertretender Gemeindebrandmeister, Gemeindebrandmeisterin oder Gemeindebrandmeister und

c)

eine Gesamtdienstzeit von mindestens zehn Jahren

4.

Brandschutzleiterinnen oder Brandschutzleiter

 

 

 

 

Abschnittsbrandmeisterin oder Abschnittsbrandmeister

a)

erfolgreiche Teilnahme am Verbandsführer-Lehrgang,

 

a)

Abschnittsleiterin oder Abschnittsleiter,

b)

mindestens zweijährige Dienstzeit in einer Funktion als Ortsbrandmeisterin oder Ortsbrandmeister, Stellvertretende Ortsbrandmeisterin oder Stellvertretender Ortsbrandmeister einer Stützpunktfeuerwehr oder Schwerpunktfeuerwehr, Stellvertretende Gemeindebrandmeisterin oder Stellvertretender Gemeindebrandmeister, Gemeindebrandmeisterin oder Gemeindebrandmeister sowie

b)

Stellvertretende Kreisbrandmeisterin oder Stellvertretender Kreisbrandmeister,

c)

Stellvertretende Gemeindebrandmeisterin oder Stellvertretender Gemeindebrandmeister in kreisfreien Städten ohne Berufsfeuerwehr,

c)

eine Gesamtdienstzeit von mindestens zehn Jahren

d)

Gemeindebrandmeisterin oder Gemeindebrandmeister in kreisfreien Städten mit Berufsfeuerwehr;

 

Kreisbrandmeisterin oder Kreisbrandmeister

 

 

a)

Kreisbrandmeisterin oder Kreisbrandmeister,

b)

Gemeindebrandmeisterin oder Gemeindebrandmeister in kreisfreien Städten ohne Berufsfeuerwehr;

 

Regierungsbrandmeisterin oder Regierungsbrandmeister

 

 

Regierungsbrandmeisterin oder Regierungsbrandmeister.

Anlage 3

(zu § 14 Abs. 1)

Persönliche Ausrüstung für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren

Die persönliche Ausrüstung wird situationsabhängig getragen. Sie schützt vor den Gefahren des Feuerwehrdienstes bei Ausbildung, Übung und Einsatz. Sie umfasst den Rumpfschutz, den Kopfschutz, den Handschutz und den Fußschutz.

Nr.

Gegenstand

Beschreibung

1. Rumpfschutz

1.1

Feuerwehr-Einsatzjacke

hochgeschlossene und ungefütterte Jacke mit verdecktem Reißverschluss und Haftbandverschluss, zwei Seitentaschen mit Patte, zwei Brusttaschen, die linke Brusttasche als Funkgerätetasche gestaltet, Brusttaschen mit Patten, eingesetzte Ärmel ohne Bündchen, aufgesetzter Umlegekragen mit Druckknopfverschluss, offen und geschlossen zu tragen, Kordelzug im unteren Saum; zwei horizontal umlaufende Reflexstreifen am unteren Jackenrand, je ein umlaufender Reflexstreifen an den Ärmeln, abnehmbarer Koller mit Reflexstreifen und Aufdruck „FEUERWEHR“.

1.2

Feuerwehr-Einsatzhose

a)

Rundbundhose

 

mit angeschnittenem Bund, zwei eingesetzten Seitentaschen, einer Gesäßtasche mit verschließbarer Patte und zwei aufgesteppten Blasebalgtaschen mit Patten, Bundschlaufen für Gürtel, Bundschließknopf, Schlitzverschluss mit Knöpfen oder Reißverschluss, Knieverstärkungen, zwei horizontal umlaufende Reflexstreifen um die Hosenbeine

 

oder

b)

Latzhose

 

mit zwei eingesetzten Seitentaschen, einer Gesäßtasche mit verschließbarer Patte, zwei aufgesteppten Blasebalgtaschen mit Patten, eingearbeiteter Schlitz mit Knöpfen oder Reißverschluss, angeschnittener Bund und angesetzter Latz mit aufgesetzter Reißverschlusstasche; Hinterhose mit hochgezogenem Bund, zwei seitliche Schlitzverschlüsse mit je zwei Knöpfen, zusätzlich an jeder Seite des Bundes ein Knopf zum Verstellen, angenähte Hosenträger teils aus elastischem Material, verstellbare Einhakschließen mit Einhängevorrichtung für die Hosenträger am Brustlatz, Knieverstärkungen, zwei horizontal umlaufende Reflexstreifen um die Hosenbeine.

1.3

Feuerwehr-Einsatzüberjacke

Nach DIN EN 469 mit der Leistungsstufe 2.

1.4

Feuerwehr-Einsatzüberhose

Nach DIN EN 469 mit der Leistungsstufe 2.

2. Kopfschutz

2.1

Feuerwehrhelm

Nach DIN EN 443.

2.2

Feuerschutzhaube

Nach DIN EN 13911.

2.3

Arbeitsmütze

Dunkelblau, amerikanische Baseballcap-Form, mit langem Schirm, verstellbarer Verschluss zur Größenregulierung.
Die Arbeitsmütze soll zur Einsatzkleidung getragen werden, wenn nicht der Feuerwehrhelm zu tragen ist.

3. Handschutz

 

Feuerwehrschutzhandschuhe

Nach DIN EN 659.
Soweit thermische Einwirkungen sicher ausgeschlossen werden können: nach DIN EN 388

4. Fußschutz

 

Feuerwehrschutzschuhwerk

Nach DIN EN 15090 Typ 2, wahlweise Schnürstiefel oder Schaftstiefel.

Anlage 4

(zu § 14 Abs. 1)

Dienstkleidung für Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren

Die Dienstkleidung besteht aus:

Nr.

Gegenstand

Beschreibung

1.

Schirmmütze

Aus dunkelblauem Rocktuch, Rand mit schwarzem Samt- oder Ripsband, obere Randbiese aus karmesinrotem Abzeichentuch, Schirm aus Vulkanfiber, außen und innen schwarz lackiert;

 

 

ab

Dienstgrad „Feuerwehrfrau-Anwärterin“ oder „Feuerwehrmann-Anwärter“:

 

Mützenriemen aus Lackleder mit schwarz lackierten Metallschiebern, an zwei silberfarbig-gekörnten Knöpfen befestigt,

 

 

ab

Dienstgrad „Löschmeisterin“ oder „Löschmeister“:

 

Mützenkordel gedreht, rot-alufarbig-gestreift (Farbanteile: ein Teil rot, drei Teile alufarbig), Durchmesser 6 mm, an zwei silberfarbig-gekörnten Knöpfen befestigt,

 

 

ab

Dienstgrad „Brandmeisterin“ oder „Brandmeister“:

 

Mützenkordel gedreht, alufarbig, Durchmesser 6 mm, an zwei silberfarbig-gekörnten Knöpfen befestigt,

 

 

ab

Dienstgrad „Abschnittsbrandmeisterin“ oder „Abschnittsbrandmeister“:

 

Mützenkordel gedreht, goldfarbig, Durchmesser 6 mm, an zwei goldfarbig-gekörnten Knöpfen befestigt.

 

 

Landeswappen für Schirmmütze:

Link auf Abbildung

 

 

Das Landeswappen führt das Niedersachsenross in metallsilberfarbiger Darstellung auf rotem Untergrund.

 

 

Größe des Landeswappens: 18 mm (Breite) x 21 mm (Höhe).

 

 

Das Landeswappen ist umgeben von einem 5 mm breiten, oben offenen Kranz aus metallenen Eichenblättern. Der Kranz ist auf beiden Seiten von mehrflächigen, der Mützenform entsprechend nach innen gebogenen, metallenen Flügeln begrenzt.

 

 

Das Abzeichen ist aus Emaille Tombak und aus altsilberfarbigem Metall hergestellt und mit farblosem Lack überzogen. Auf der Rückseite sind zwei starke Klammern zur Befestigung angebracht.

 

 

An der Schirmmütze wird das Abzeichen in der Mitte des Mützenrandes so getragen, dass die Oberkante des Abzeichens von der roten Biese des oberen Mützenrandes und von dem Mützenriemen oder von der Mützenkordel gleichmäßig weit entfernt ist.

 

 

An der Arbeitsmütze kann das Landeswappen in gestickter Form getragen werden. Es wird in der Mitte des oberen Teils des Mützenbundes getragen.

 

 

Feuerwehremblem:

Link auf Abbildung

 

 

Das Feuerwehremblem besteht aus der silberfarbigen Darstellung eines Feuerwehrhelms mit Kinnriemen und Nackenleder und einer hinter dem Helm mit einem Feuerwehrbeil gekreuzten Picke. Es wird an der Schirmmütze in der Mitte des Vorderteils zwischen der oberen Randbegrenzung aus Abzeichentuch und dem oberen Mützenrand (blaue Deckelbiese) getragen.
In der Dienstgradgruppe „Brandschutzleiterinnen oder Brandschutzleiter” nach Anlage 2 Nr. 4 wird in Verbindung mit der goldfarbigen Mützenkordel das Landeswappen auf einem Abzeichen aus goldfarbigem Metall mit dem Niedersachsenross in metallgoldfarbiger Darstellung auf rotem Untergrund sowie ein goldfarbiges Feuerwehremblem getragen.

2.

a)

Jacke

 

 

aa)

für männliche Mitglieder

Aus dunkelblauem Tuch, einreihig mit vier Knöpfen zum Durchknöpfen, Kragen aus Jackenstoff für offene Trageweise mit Biese aus karmesinrotem Abzeichentuch; zwei aufgesetzte Brusttaschen mit Faltenleisten, zwei eingesetzte Seitentaschen mit geschwungenen Patten, Taschen mit kleinen Knöpfen zum Durchknöpfen; Rücken glatt, Taille betont, in der Mitte mit einem Schlitz versehen, Knöpfe silberfarbig-gekörnt, ab Dienstgrad „Abschnittsbrandmeister“ Knöpfe goldfarbig-gekörnt; Wappen werden auf dem linken Oberärmel getragen.

 

bb)

für weibliche Mitglieder

Dreiviertellange Jacke aus dunkelblauem Tuch, einreihig mit vier Knöpfen zum Durchknöpfen, Kragen aus Jackenstoff für offene Trageweise mit Biesen aus karmesinrotem Abzeichentuch; zwei schräg eingesetzte Taschen mit Patten, Knöpfe silberfarbig-gekörnt, ab Dienstgrad „Abschnittsbrandmeisterin“ Knöpfe goldfarbig-gekörnt; Wappen werden auf dem linken Oberärmel getragen.

 

b)

Blouson, alternativ zur Jacke (Buchstabe a)

Dunkelblau, Innenfutter, verdeckter Reißverschluss und zwei seitliche Rückenfalten; zwei Innentaschen, eine mit Reißverschluss; zwei aufgesetzte Taschen mit Patte, auf der linken Brustseite eine aufgesetzte Tasche mit Patte; Befestigung für Dienstgradschlaufen; Ärmel mit verstellbaren Bündchen, das Blousonbündchen mit seitlichem Gummizug; Wappen werden auf dem linken Oberärmel getragen.

3.

Hose

Aus schwarzem Tuch (Anzughose) mit oder ohne rote Biese mit Bügelfalte, ohne Aufschläge, zwei Seitentaschen, eine Gesäßtasche, Gürtelschlaufen für Hosengürtel.

Rock

Aus schwarzem Tuch, mit Reißverschluss und Bund, Quetschfalte im Vorder- und Rückenteil mit von den Seiten zur Mitte überlegten Falten.

4.

Hemd

Hellblau, mit zwei aufgesetzten Brusttaschen mit Faltenleisten, mit halbem Ärmel als Sommerhemd für offene Trageweise ohne Krawatte oder langem Ärmel für geschlossene Trageweise mit Krawatte; Befestigung für Dienstgradschlaufen oder Dienstgradschulterstücke.

Polobluse

Hellblau, für offene Trageweise, mit halbem oder langem Ärmel; Befestigung für Dienstgradschlaufen oder Dienstgradschulterstücke,

5.

Krawatte

Einfarbige, dunkelblaue Krawatte als Selbstbinder.

Nachstehende Ausstattung nur, soweit erforderlich:

6.

Pullover/ Strickjacke

Dunkelblau, Rundkragen, Arm- und Schulterverstärkung; eine Brusttasche links mit Patte, Schulterklappen mit Klettband; Strickjacke mit Reißverschluss. Wappen werden auf der Brusttasche getragen.

7.

Poloshirt

Dunkelblau, ggf. mit Rückenaufdruck „Feuerwehr“.

8.

Weste

Dunkelblau, als Strick- oder Tuchweste.

9.

Parka

Dunkelblau, zwei Brusttaschen, zwei aufgesetzte Seitentaschen mit Patten, Umlegekragen mit eingerollter Kapuze, herausnehmbares Innenfutter; Wappen werden auf dem linken Oberärmel getragen.

10.

Cargohose

Aus dunkelblauer Baumwolle, zwei aufgesetzte Beinseitentaschen, eine Gesäßtasche, Gürtelschlaufen für Hosengürtel.

11.

Handschuhe

Graue Fingerhandschuhe.

12.

Strümpfe

Dunkelblau oder schwarz.

13.

Schuhe

Schwarze, feste Halbschuhe.

Anlage 5

(zu § 14 Abs. 5)

Dienstkleidung für Mitglieder der Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehren
(Jugendfeuerwehr)

Die Dienstkleidung besteht in Anlehnung an die vom Deutschen Jugendfeuerwehrausschuss herausgegebene Richtlinie über die Bekleidung der Deutschen Jugendfeuerwehr aus:

Nr.

Gegenstand

Beschreibung

1.

Baseballcap
Niedersächsische Jugendfeuerwehr

Dunkelblau, amerikanische Baseballcap-Form mit langem Schirm, verstellbarer Verschluss zur Größenregulierung.

Mützenabzeichen für Mitglieder der Jugendabteilungen:

Link auf Abbildung

Das Abzeichen wird auf der Stirnseite mittig über dem Mützenschirm getragen.
Es besteht aus einem Oval aus blauem Abzeichentuch ohne Umrandung in den Abmessungen von etwa 55 mm (Höhe) x 43 mm (Breite). Es enthält die gelb gestickten Buchstaben „JF“ mit einer roten Flamme, die aus dem Buchstaben „J“ herausragt. Das niedersächsische Landeswappen ist in den Buchstaben „J" eingebettet.

2.

Übungsanzug

a)

Jacke in Blousonform,

b)

Latzhose mit elastischen Trägern und Schnallen oder Rundbundhose mit Gürtelschlaufen.

3.

Schutzhandschuhe

Nach DIN EN 388.

4.

Schuhe

Schwarzes, festes Schuhwerk.

5.

Schmalgurt

Leder, schwarz, mit Zweidornschnalle (nur bei Rundbundhose).

6.

Helm

Kunststoffschutzhelm, orange, nach DIN EN 397.

Nachstehende Ausstattung nur, soweit erforderlich:

7.

Überjacke zum
Übungsanzug

Dreiviertellange Überjacke in sportlicher Form.

8.

Poloshirt/T-Shirt

Einheitlich in Form, Schnitt und Farbe innerhalb der Jugendabteilung, mit oder ohne Namen der Jugendabteilung.

Anlage 6

(zu § 15 Abs. 1)

Dienstgradabzeichen der Freiwilligen Feuerwehr

Dienstgradabzeichen werden als Schulterstücke entsprechend der Beschreibung und der bildlichen Darstellung getragen. Auf Blouson, Hemd und Polobluse sowie Pullover und Strickjacke können die Dienstgradabzeichen als farbig bedruckte oder bestickte Überziehschlaufen aus dunkelblauem Tuch getragen werden

Nr.

Funktion

Beschreibung

Bildliche Darstellung

1.

Feuerwehrfrau-
Anwärterin oder
Feuerwehrmann-
Anwärter

Schulterstücke ohne Stoffunterlage aus vier nebeneinander liegenden, je 8 mm breiten, schwarzen Plattschnüren; die beiden äußeren Plattschnüre mit Aluminiumfäden (fischgrätartig) durchwirkt.

Link auf Abbildung

2.

Feuerwehrfrau oder
Feuerwehrmann

Schulterstücke mit karmesinroter Stoffunterlage aus vier nebeneinander liegenden, je 8 mm breiten Plattschnüren; die beiden äußeren Plattschnüre aus Aluminiumgespinst mit schwarzen Seidenfäden (fischgrätartig) durchwirkt, die inneren Plattschnüre aus schwarzer Zellwolle.

Link auf Abbildung

3.

Oberfeuerwehrfrau
oder
Oberfeuerwehrmann

Wie Nummer 2, jedoch mit einem silberfarbigen Stern.

Link auf Abbildung

4.

Hauptfeuerwehr-
frau oder Hauptfeuer-
wehrmann

Wie Nummer 2, jedoch mit zwei in Reihe angeordneten silberfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

5.

Erste Hauptfeuer-
wehrfrau oder
Erster Hauptfeuer
wehrmann

Wie Nummer 2, jedoch mit drei in Reihe angeordneten silberfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

6.

Löschmeisterin oder
Löschmeister

Schulterstücke mit karmesinroter Stoffunterlage aus einem Geflecht von zwei zusammen 7 mm breiten Plattschnüren aus schwarzer Zellwolle und zwei Aluminiumplattschnüren von insgesamt 4 mm Breite und einer um das Geflecht herumlaufenden 8 mm breiten Aluminiumplattschnur. Die Aluminiumplattschnüre sind mit schwarzen Seidenfäden durchwirkt.

Link auf Abbildung

7.

Oberlöschmeisterin
oder
Oberlöschmeister

Wie Nummer 6, jedoch mit einem silberfarbigen Stern.

Link auf Abbildung

8.

Hauptlöschmeisterin
oder
Hauptlöschmeister

Wie Nummer 6, jedoch mit zwei in Reihe angeordneten silberfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

9.

Erste Hauptlösch-
meisterin oder Erster
Hauptlöschmeister

Wie Nummer 6, jedoch mit drei in Reihe angeordneten silberfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

10.

Brandmeisterin oder
Brandmeister

Schulterstücke mit karmesinroter Stoffunterlage aus vier nebeneinander liegenden, je 8 mm breiten Aluminiumplattschnüren. Die Aluminiumplattschnüre sind mit schwarzen Seidenfäden durchwirkt.

Link auf Abbildung

11.

Oberbrandmeisterin
oder Oberbrand-
meister

Wie Nummer 10, jedoch mit einem goldfarbigen Stern.

Link auf Abbildung

12.

Hauptbrand-
meisterin oder
Hauptbrandmeister

Wie Nummer 10, jedoch mit zwei in Reihe angeordneten goldfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

13.

Erste Hauptbrand-
meisterin oder Erster
Hauptbrandmeister

Wie Nummer 10, jedoch mit drei in Reihe angeordneten goldfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

14.

Abschnittsbrand-
meisterin oder Ab-
schnittsbrandmeister

Schulterstücke mit karmesinroter Stoffunterlage aus einem Geflecht von zwei nebeneinander liegenden, je 15 mm breiten Aluminiumplattschnüren. Die Aluminiumplattschnüre sind mit schwarzen Seidenfäden durchwirkt.

Link auf Abbildung

15.

Kreisbrandmeisterin
oder
Kreisbrandmeister

Wie Nummer 14, jedoch mit einem goldfarbigen Stern.

Link auf Abbildung

16.

Regierungsbrand-
meisterin oder
Regierungsbrand-
meister

Wie Nummer 14, jedoch mit zwei in Reihe angeordneten goldfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

Anlage 7

(zu § 15 Abs. 2)

Funktionsabzeichen Freiwillige Feuerwehr

A. Abzeichen für Funktionsträgerinnen und Funktionsträger

Die Abzeichen bestehen aus einem Oval aus blauem Abzeichentuch in den Abmessungen von etwa 60 mm (Höhe)g50 mm (Breite), bestickt mit Eichenkranz und Sternen.

Die Abzeichen werden auf dem linken Unterärmel getragen. Abstand Unterkante Abzeichen zum Ärmelrand: 150 mm.

Nr.

Funktion

Beschreibung

Bildliche Darstellung

1.

Ortsbrandmeisterin
oder Ortsbrandmeister

Offener, aus silberfarbigem Material gestickter Eichenkranz

Link auf Abbildung

2.

Gemeindebrand-
meisterin oder
Gemeindebrandmeister

Wie Nummer 1, zusätzlich mit einem gestickten, silberfarbigen Stern in der Mitte des Eichenkranzes

Link auf Abbildung

3.

Abschnittsleiterin
oder Abschnittsleiter

Offener, aus goldfarbigem Material gestickter Eichenkranz

Link auf Abbildung

4.

Kreisbrandmeisterin
oder Kreisbrandmeister,
Gemeinde-
brandmeisterin oder
Gemeindebrandmeister
in kreisfreien Städten
ohne Berufsfeuerwehr

Wie Nummer 3, zusätzlich mit einem gestickten, goldfarbigen Stern in der Mitte des Eichenkranzes

Link auf Abbildung

5.

Regierungsbrandmeisterin

oder

Regierungsbrandmeister

Wie Nummer 3, zusätzlich mit zwei übereinander angeordneten, gestickten, goldfarbigen Sternen in der Mitte des Eichenkranzes; Abstand zwischen den Sternen 5 mm

Link auf Abbildung

 

B. Abzeichen für stellvertretende Funktionsträgerinnen und Funktionsträger

Die Abzeichen bestehen aus einem Rechteck aus blauem Abzeichentuch in den Abmessungen von etwa 55 mm (Länge)g35 oder 40 mm (Höhe), bestickt mit Balken; die Abmessungen des Balkens betragen 40 mm (Länge)g8 mm (Höhe).

Die Abzeichen werden auf dem linken Unterärmel getragen. Wird nur die Vertretungsfunktion wahrgenommen, so wird das Abzeichen allein getragen. Wird neben der Vertretungsfunktion auch eine Funktion nach Abschnitt A wahrgenommen, so wird das Abzeichen zusätzlich getragen. Bei Ausübung mehrerer Vertretungsfunktionen wird nur das Abzeichen getragen, das jeweils die höchste Vertretungsfunktion kennzeichnet, die das Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr bekleidet.

Abstand Unterkante Abzeichen zum Ärmelrand: 100 mm.

Nr.

Funktion

Beschreibung

Bildliche Darstellung

1.

Stellvertretende
Ortsbrandmeisterin
oder Stellvertretender
Ortsbrandmeister

Ein gestickter Balken aus silberfarbigem Material

Link auf Abbildung

2.

Stellvertretende
Gemeindebrandmeisterin
oder Stellvertretender
Gemeindebrandmeister

Zwei gestickte Balken aus silberfarbigem Material; Abstand der Balken voneinander 5 mm

Link auf Abbildung

3.

Stellvertretende
Abschnittsleiterin
oder Stellvertretender
Abschnittsleiter

Ein gestickter Balken aus goldfarbigem Material

Link auf Abbildung

4.

Stellvertretende
Kreisbrandmeisterin
oder Stellvertretender
Kreisbrandmeister,
Stellvertretende
Gemeindebrandmeisterin
oder Stellvertretender
Gemeindebrandmeister
in kreisfreien Städten
ohne Berufsfeuerwehr

Zwei gestickte Balken aus goldfarbigem Material; Abstand der Balken voneinander 5 mm

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C. Abzeichen für Jugendfeuerwehrwartin oder Jugendfeuerwehrwart

Nr.

Funktion

Beschreibung

Bildliche Darstellung

1.

Stellvertretende
Jugendfeuerwehrwartin
oder Stellvertretender
Jugendfeuerwehrwart,
Jugendfeuerwehrwartin
oder Jugendfeuerwehrwart

Oval aus blauem Abzeichentuch mit blauer Umrandung in den Abmessungen von etwa 55 mm (Höhe)g43 mm (Breite), es enthält die gelb gestickten Buchstaben „JF“ mit einer roten Flamme, die aus dem Buchstaben „J“ herausragt, das Landeswappen ist in den Buchstaben „J“ eingebettet. Für die gestickte Ausführung ist eine Abmessung von 70 mm (Höhe) x 55 mm (Breite) zulässig.

Link auf Abbildung

2.

Stellvertretende
Gemeindejugend-
feuerwehrwartin
oder Stellvertretender
Gemeindejugend-
feuerwehrwart,
Gemeindejugend-
euerwehrwartin oder
Gemeindjugend-
feuerwehrwart

Wie Nummer 1, jedoch mit roter Umrandung.

Link auf Abbildung

3.

Stellvertretende
Kreisjugendf-
euerwehrwartin
oder Stellvertretender
Kreisjugend-
feuerwehrwart,
Kreisjugend-
feuerwehrwartin
oder Kreisjugend-
feuerwehrwart

Wie Nummer 1, jedoch mit silberfarbener Umrandung.

Link auf Abbildung

4.

Bezirksjugend-
feuerwehrwartin
oder Bezirksjugend-
feuerwehrwart,
Stellvertretende
Landesjugend-

feuerwehrwartin
oder Stellvertretender
Landesjugend-

feuerwehrwart,
Landesjugend-

feuerwehrwartin
oder Landesjugend-

feuerwehrwart

Wie Nummer 1, jedoch mit goldfarbener Umrandung.

Link auf Abbildung

D. Abzeichen für Feuerwehr-Fachberaterinnen und Feuerwehr-Fachberater

Das Abzeichen besteht aus einem Rechteck aus blauem Abzeichentuch in den Abmessungen von 140 mm (Länge)g25 mm (Höhe), silberfarbig bestickt mit dem Wort „Fachberaterin“ oder „Fachberater“. Länge des Schriftzuges ca. 120 mm, Höhe der Buchstaben ca. 10 mm. Das Abzeichen wird auf dem linken Unterärmel getragen; der Abstand Unterkante Abzeichen zum Ärmelrand beträgt 100 mm.

Muster:

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Anlage 8

(zu § 15 Abs. 4)

Kennzeichnung einsatzspezifischer Funktionen

A. Helmkennzeichnung

Rote Streifen 70 mm lang/10 mm hoch, Ringe 10 mm hoch

Nr.

Fachliche Qualifikation, Funktion

Kennzeichnung

1

Fachliche Qualifikation

 

1.1

Gruppenführerin oder Gruppenführer

Ein Streifen auf beiden Helmseiten über dem umlaufenden Reflexstreifen.

1.2

Zugführerin oder Zugführer

Zwei Streifen auf beiden Helmseiten, je ein Streifen unter und über dem umlaufenden Reflexstreifen.

2

Funktion

 

2.1

Ortsbrandmeisterin oder Ortsbrandmeister

Zwei Streifen auf beiden Helmseiten je ein Streifen unter und über dem umlaufenden Reflexstreifen.

2.2

a)

Gemeindebrandmeisterin oder Gemeindebrandmeister

Ein Ring über dem umlaufenden Reflexstreifen.

b)

Bereitschaftsführerin oder Bereitschaftsführer

2.3

a)

Abschnittsleiterin oder Abschnittsleiter

Zwei Ringe, je ein Ring unter und über dem umlaufenden Reflexstreifen.

b)

Kreisbrandmeisterin oder Kreisbrandmeister

c)

Regierungsbrandmeisterin oder Regierungsbrandmeister

Die den unter den Nummern 2.1 bis 2.3 aufgeführten Funktionen zugeordnete Kennzeichnung gilt auch für die stellvertretenden Funktionen.

B. Funktionswesten

Funktion

Westenfarbe

Westenaufschrift

Einsatzleiterin oder Einsatzleiter

gelb

Einsatzleiterin oder Einsatzleiter

Einsatzabschnittsleiterin oder Einsatzabschnittsleiter

silberfarben

Einsatzabschnittsleiterin oder Einsatzabschnittsleiter

Zusätzliche Führungsfunktion
(z. B. Untereinsatzabschnittsleiterin oder Untereinsatzabschnittsleiter, Zugführerin oder Zugführer, Gruppenführerin oder Gruppenführer)

rot

Keine oder funktionsbezogene Aufschrift

Atemschutzüberwachung

schwarz-weiß-kariert (Schachbrettmuster)

ASÜ

Öffentlichkeitsarbeit

grün

Feuerwehr
Presse

Fachberaterin oder Fachberater

blau

Fachberaterin oder Fachberater (ggf. Aufschrift „Waldbrandbeauftragte“ oder „Waldbrandbeauftragter“ oder anderes Fachgebiet)

Fachberaterin oder Fachberater Seelsorge

violett

Seelsorgerin oder Seelsorger

Anlage 9

(zu § 16)

Dienstgradabzeichen für Kommunalbeamtinnen und Kommunalbeamte
sowie Körperschaftsbeamtinnen und Körperschaftsbeamte
im Feuerwehrdienst

Die Abzeichen bestehen aus einer runden oder ovalen, aus dunkelblauem Rocktuch gefertigten Platte von 90 mm Durchmesser oder 120 mm Höhe und 90 mm Breite (Grundplatte), bestickt mit Kunstseiden- oder Metallfäden, mattglänzend, cellophankaschiert, in der nachfolgend dargestellten Form, zusätzlich:

a)

Balken silber- oder goldfarben, Balkenhöhe 7 mm, Balkenbreite 35 mm, Balkenabstand 7 mm,

b)

stilisiertes Eichenlaub silber- oder goldfarben in großer oder kleiner Form,

c)

Stern silber- oder goldfarben.

Die Laufbahngruppen 1 und 2 unterscheiden sich durch Art und Farbe der Bestickung, innerhalb der Laufbahngruppe 2 unterscheiden sich die Ämter mit erstem Einstiegsamt und die Dienstgradabzeichen der Anwärterinnen und Anwärter von den Ämtern mit zweitem Einstiegsamt und den Dienstgradabzeichen der Referendarinnen und Referendare durch die Farbe der Bestickung. Im Übrigen unterscheiden sich die Dienstgradabzeichen durch die Zahl der Balken und Sterne.

Die Abzeichen werden entweder am linken Unterärmel einer Jacke (Abstand der Unterkante der Platte vom unteren Ärmelrand etwa 90 mm) oder als gestickte, bedruckte oder gewebte Überziehschlaufen aus dunkelblauem Tuch in verkleinerter Form getragen.

Nr.

Dienst- oder Amtsbezeichnung

Ab-
kürzung

Beschreibung

Bildliche Darstellung des
Dienstgradabzeichens

1

2

3

4

5

1. Laufbahngruppe 1

1.1

Brandmeister-Anwärterin
oder Brandmeister-Anwärter

BMA

Grundplatte mit stilisiertem Eichenlaub, silberfarben in kleiner Form.

Link auf Abbildung

1.2

Brandmeisterin oder
Brandmeister

BM

Wie Nummer 1.1, zusätzlich mit zwei silberfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

1.3

Oberbrandmeisterin oder
Oberbrandmeister

OBM

Wie Nummer 1.1, zusätzlich mit drei silberfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

1.4

Hauptbrandmeisterin oder
Hauptbrandmeister

HBM

Wie Nummer 1.1, zusätzlich mit vier silberfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

2. Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt

2.1

Brandoberinspektor-
Anwärterin oder Brandober-
inspektor-Anwärter

BrOIA

Grundplatte mit stilisiertem Eichenlaub, silberfarben in großer Form.

Link auf Abbildung

2.2

Brandinspektorin oder
Brandinspektor

BrI

Wie Nummer 2.1, zusätzlich mit zwei silberfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

2.3

Brandoberinspektorin oder
Brandoberinspektor

BrOI

Wie Nummer 2.1, zusätzlich mit drei silberfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

2.4

Brandamtfrau oder
Brandamtmann

BrA

Wie Nummer 2.1, zusätzlich mit vier silberfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

2.5

Brandamtsrätin oder
Brandamtsrat

BrAR

Wie Nummer 2.1, zusätzlich mit vier silberfarbigen Balken und einem silberfarbigen Stern.

Link auf Abbildung

2.6

Brandoberamtsrätin oder
Brandoberamtsrat

BrOAR

Wie Nummer 2.1, zusätzlich mit vier silberfarbigen Balken und zwei nebeneinander angeordneten silberfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

3. Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt

3.1

Brandreferendarin oder
Brandreferendar

BrRef

Grundplatte mit stilisiertem Eichenlaub, goldfarben in großer Form.

Link auf Abbildung

3.2

Brandrätin oder Brandrat

BrR

Wie Nummer 3.1, zusätzlich mit zwei goldfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

3.3

Brandoberrätin oder

Brandoberrat

BrOR

Wie Nummer 3.1, zusätzlich mit drei goldfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

3.4

Branddirektorin oder
Branddirektor

BrD

Wie Nummer 3.1, zusätzlich mit vier goldfarbigen Balken.

Link auf Abbildung

3.5

Leitende Branddirektorin
oder

Leitender Branddirektor

Ltd. BrD

Wie Nummer 3.1, zusätzlich mit vier goldfarbigen Balken und einem goldfarbigen Stern.

Link auf Abbildung

3.6

Direktorin oder Direktor der

Feuerwehr

DdF

Wie Nummer 3.1, zusätzlich mit vier goldfarbigen Balken und zwei nebeneinander angeordneten goldfarbigen Sternen.

Link auf Abbildung

3.7

Landesbranddirektorin oder
Landesbranddirektor*)

LBD

Wie Nummer 3.1, zusätzlich mit stilisiertem goldfarbigem Landeswappen.

Link auf Abbildung

Fußnoten

*)

nur im Landesdienst